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Landkreis Neu-Ulm

14.01.2020

Ranking: Der Landkreis Neu-Ulm ist wirtschaftlich spitze

Der Landkreis Neu-Ulm gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Das ergab ein Ranking der Zeitschrift Focus Money.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Plus Der Kreis Neu-Ulm zählt laut einer Analyse zu den wirtschaftsstärksten Regionen in ganz Deutschland. In zwei Kategorien schneidet er besonders gut ab.

Wirtschaftlich läuft es im Landkreis Neu-Ulm rund: Bei einem Ranking der Zeitschrift Focus Money belegt der Landkreis insgesamt Platz 26 unter 374 bewerteten Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland. Damit verbesserte sich der Landkreis Neu-Ulm gegenüber dem Vorjahr um 24 Plätze und gehört damit zur Spitzengruppe in Deutschland. Besonders in zwei Kategorien ist der Landkreis nach oben geklettert.

Der sogenannte Focus-Money-Landkreistest, der jüngst veröffentlicht wurde, vergleicht die Wirtschaftskraft der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland anhand verschiedener Kriterien. Dazu zählen unter anderem die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt, das verfügbare Einkommen privater Haushalte je Einwohner oder die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigtem im verarbeitenden Gewerbe. Die Daten stammen – je nach Kategorie ist das unterschiedlich – aus den Zeiträumen 2014 bis 2018 beziehungsweise 2013 bis 2017. Bei der jetzigen Auswertung wurden insgesamt die Daten von 374 Landkreisen und kreisfreien Städte in eine Rangliste geordnet, bei den übrigen waren relevante Daten in einzelnen Kategorien nicht vorhanden.

Für den Landkreis Neu-Ulm ist es in den Erhebungszeiträumen besonders in zwei Kategorien so richtig gut gelaufen: In der Rubrik Arbeitslosenquote liegt der der Kreis mit durchschnittlich 2,1 Prozent im Jahr 2018 auf Rang 2. Das liegt auch an der positiven Entwicklung in den vergangenen Jahren in diesem Bereich: denn der Mittelwert der Arbeitslosenquote zwischen 2014 und 2018 lag noch bei 2,5 Prozent. Die Job-Situation hat sich hier also verbessert. Bei der Veränderung der Bevölkerung zum Vorjahr liegt der Landkreis Neu-Ulm auf dem neunten Platz. Das bedeutet, dass wenig Leute weggezogen sind, sondern der Kreis stattdessen gewachsen ist oder zumindest seine Einwohnerzahl gut halten konnte.

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Landkreis Neu-Ulm klettert von Platz 50 auf Platz 26

Beim Pro-Kopf-Einkommen landet Neu-Ulm auf Platz 75, bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts auf Rang 114. Im Hinblick auf die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe liegt der Kreis auf Platz 335,5, bei der wirtschaftlichen Leistung je Arbeitnehmer auf Rang 58,5. Auch die Erwerbstätigkeit hat sich positiv entwickelt: Platz 25. Insgesamt erreicht der Landkreis Neu-Ulm im Test 619 Punkte – und landet damit auf Platz 26 von 374. Im vergangenen Jahr musste sich der Kreis mit Rang 50 begnügen.

Auch Landrat Thorsten Freudenberger ist erfreut über das Ergebnis der Rangliste: „Wir freuen uns über das tolle Abschneiden, das die wirtschaftliche Stärke des Landkreises Neu-Ulm zeigt. Dieses wiederum verdanken wir fleißigen Menschen und erfolgreichen Unternehmen“, so der Landrat in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Der wirtschaftliche Erfolg ist Voraussetzung für die sozialen, schulischen, karitativen und kulturellen Leistungen, die unseren Landkreis Neu-Ulm lebenswert machen.“

Ebenfalls positiv abgeschnitten hatte der Landkreis Neu-Ulm im Teilhabe-Atlas des Berlin-Instituts und der Wüstenrot Stiftung im vergangenen Sommer. Dessen Ergebnissen zufolge ermöglicht die hiesige Region ihren Einwohnern gute Teilhabechancen und somit gute Lebensbedingungen. Auch die Stadt Ulm fiel hier in die beste Kategorie. In dieser deutschlandweiten Studie war untersucht worden, wie gut die Menschen in den 401 einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten jeweils am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. „Die Erfolge freuen mich sehr, ausruhen dürfen wir uns auf ihnen aber nicht“, betont Landrat Freudenberger.

Ulm braucht sich laut Studie keine Sorgen zu machen, wenn es um die Zukunft geht

Denn es hat zuletzt auch Analysen gegeben, bei denen der Landkreis nicht ganz so gut wegkommt: Im „Zukunftsatlas 2019“, der im Juli vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, musste er herbe Verluste hinnehmen: Er rutschte von Platz 84 auf Platz 125. Das Ranking des Prognos-Instituts ermittelt alles drei Jahre die Zukunftschancen und -risiken aller 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Abwärts ging es für den Landkreis Neu-Ulm im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2016 vor allem in den Kategorien „Arbeitsmarkt“ (von Rang 172 auf Rang 298) sowie „Wettbewerb und Innovation“ (von Rang 87 auf Rang 134). Eine Verbesserung gab es aber auch: Im Bereich „Wohlstand und soziale Lage“ kletterte der Landkreis Neu-Ulm von Rang 68 auf Rang 34. Die Nachbarstadt Ulm braucht sich dagegen den Ergebnissen zufolge keine Sorgen zu machen, wenn es um die Zukunft geht: Die Münsterstadt lag im Zukunftsatlas auf Platz 17.

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