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Senden

13.01.2019

Raphael Bögge will noch mal Bürgermeister werden

Raphael Bögge tritt bei den Kommunalwahlen 2020 noch einmal als Bürgermeister für Senden an. Das verkündete er auf dem Neujahrsempfang.
Bild: Andreas Brücken

Der Amtsinhaber tritt 2020 als parteiloser Kandidat an. Das verkündet er auf dem Neujahrsempfang. Der CSU kehrt er dann endgültig den Rücken.

Raphael Bögge will’s noch mal wissen: Der amtierende Rathauschef tritt 2020 erneut an – und zwar als parteiloser Kandidat. Das hat der 39-Jährige mit leicht zitternder Stimme auf dem Neujahrsempfang der Stadt Senden verkündet. Damit hat Bögge seine Ambitionen nur zwei Tage nach der Erklärung der Sendener Stadtratsfraktionen und Ortsverbände, ihn bei der kommenden Wahl nicht zu unterstützen, klargemacht. Er sei „hoch motiviert“ und gehe gerne diesen Weg, sagte Bögge vor etwa 250 Sendenern im Bürgerhaus.

Und er hat allen Spekulationen, wie die CSU die damit auf sie zukommende schwierige Situation meistern würde, den Wind aus den Segeln genommen: Er wird aus der CSU austreten, kündigte Bögge an. Endgültig sozusagen, denn seit etwa zwei Jahren ist der 39-Jährige nach einem Zerwürfnis zwar schon nicht mehr Teil des Sendener CSU-Ortsverbands, wohl aber noch Mitglied der Kreis-CSU. „Es tut mir leid, lieber Thorsten, dass ich die Partei verlassen muss“, sagte er zu Landrat Thorsten Freudenberger. Diesen Schritt gehe er ganz bewusst, auch um einem Ausschlussverfahren aus der Partei zuvorzukommen.

Bögge: Kontinuität ist wichtig für eine Stadt

Bevor Bögge mit der Neuigkeit des Abends herausrückte, nahm er die Herausforderungen des laufenden Jahres in den Blick. Der 39-Jährige betonte, dass es in Senden noch vieles zu tun gebe, deswegen sei „Kontinuität wichtig für Senden“. Die Stadtpolitik müsse aktiv gestaltet werden. Denn nur Handeln habe die Stadt vorangebracht und der „Weg des Machens“ sei noch lange nicht abgeschlossen – wohl als Ankündigung auf seine folgende Erklärung zur erneuten Kandidatur zu verstehen. Um als unabhängiger Kandidat antreten zu können, muss er rund 200 Unterschriften von Sendener Bürgern vorweisen.

Bei einem Bürgermeisteramt gehe es nicht um die Partei, sondern um die Stadt, sagte Bögge. Das Denken über die Parteigrenzen hinweg sei wichtig. Er wandte sich an die anwesenden Bürger: „Senden ist zwar nicht meine Heimatstadt, aber sie ist in den vergangenen Jahren zur Heimat geworden.“

Bögge will "mit voller Leidenschaft" arbeiten

Er freue sich auch in Zukunft darauf, „mit voller Leidenschaft“ mit den Bürgern und den Stadträten gemeinsam zu arbeiten, sagte Bögge. Und er lobte die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Senden – egal ob Vereine oder Hilfsorganisationen. Den Neujahrsempfang gestaltete in diesem Jahr die Harmonia Wullenstetten musikalisch.

Landrat und CSU-Kreisvorsitzender Thorsten Freudenberger griff in seiner Rede den Umbau des Sendener Bahnhofs auf. Dieser sei wichtig für eine bessere Taktung auf der Illertalbahn. Nach der Fertigstellung sei es durch den Streckenumbau Ulm-Stuttgart zudem möglich, in weniger als einer Stunde zum Stuttgarter Flughafen zu kommen.

In den vergangenen Tagen gab es viel Tumult um den Sendener Bürgermeister. Mehr dazu lesen Sie hier: Narren sagen wegen Bögge den Rathaussturm ab und hier Kommunalwahl: Der Druck auf Bögge wächst.

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