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Unfall

29.02.2020

Reisebus kippt wegen Sturm auf B10 bei Dornstadt um

Auf der B10 nördlich von Ulm ist am Donnerstagabend ein Reisebus umgekippt. Er blieb auf der Seite liegen, alle acht Insassen wurden verletzt.
Bild: Heckmann

Eine Böe schleudert das Fahrzeug die Böschung hinunter. Alle acht Insassen werden verletzt, zwei von ihnen schwer

Zwei Schwer- und sechs Leichtverletzte sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, bei dem in der Nacht zum Freitag bei Dornstadt ein Reisebus umstürzte. Der Fernbus war von Kroatien kommend nach Heilbronn unterwegs und fuhr kurz vor 22 Uhr bei Schneeglätte und orkanartigen Windböen auf der B10 in Richtung Stuttgart. Auf Höhe des Dornstadter Ortsteils Tomerdingen, wurde der Reisebus plötzlich von einer Orkanböe erfasst. Ein Autofahrer, der direkt hinter dem Bus fuhr, berichtete, dass der Bus nur noch auf zwei Rädern fuhr.

Durch den Wind wurde der Reisebus nach rechts von der Straße gedrückt, fuhr eine knapp drei Meter hohe Böschung hinunter und kippte auf einem asphaltierten Feldweg um. Eine 53-jährige Passagierin und der 48-jährige Busfahrer verletzten sich schwer. Die übrigen sechs Fahrgäste im Alter von 21 bis 61 Jahren wurden leicht verletzt, überwiegend erlitten sie Schnittwunden. Alle konnten sich durch die Dachluken selbst aus dem Bus befreien.

Der Rettungsdienst war mit sechs Rettungswagen, zwei Notärzten und einem Einsatzleiter vor Ort. Alle Fahrgäste und der Busfahrer wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr Ulm war mit ihrem Kran auf dem Weg zur Einsatzstelle, da aber alle Fahrgäste aus dem Bus steigen konnten, musste der Kran nicht eingesetzt werden. Die Feuerwehren aus Dornstadt und den Teilorten Bollingen und Tomerdingen waren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort, um den Rettungsdienst zu unterstützen und die Einsatzstelle auszuleuchten.

Der Bus wurde noch in der Nacht geborgen, dadurch war die B10 bereits in den frühen Morgenstunden wieder befahrbar. Mehrere Streifenwagen sperrten die Bundesstraße für die Rettungs- und Bergungsarbeiten ab, der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizei Mühlhausen führt die Ermittlungen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 200000 Euro. (heck)

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