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Dies Academicus

09.02.2015

Rekorde und stolze Preisträger

Uni Ulm beschließt feierlich das Wintersemester und blickt auf Erfolge zurück. Die lagen vor allem in der Forschung

Volles Programm beim „Dies Academicus“: Mit der Verleihung einer Universitätsmedaille an den Gründer des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, Rudolf Lehn, einer Antrittsvorlesung sowie sechs weiteren Preisvergaben, hat die Universität Ulm das Wintersemester feierlich beschlossen.

Im vergangenen Jahr sei es gelungen, mit 99,7 Millionen Euro Drittmitteln, fast 10400 Studierenden und über 1700 Absolventen eigene Rekorde zu brechen, erläuterte Präsident Professor Karl Joachim Ebeling. Die Leistungsfähigkeit der Uni Ulm bestätigen die hervorragenden Platzierungen als beste junge Uni Deutschlands im Times Higher Education Ranking „100 under 50“ und im QS World Universit.

In seiner Antrittsvorlesung „HNO – von Einsichten und Aussichten“ stellte Professor Thomas Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, das breite Spektrum seines Fachs vor. Den mit 8000 Euro dotierten Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft erhielt Privatdozent Dr. Patrick Schuler. Dieser arbeitete an einer computergesteuerten OP-Endoskopieeinheit mit, die sich der Anatomie des Patienten anpasst.

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Die Wirkmechanismen eines Medikaments mit zwei Seiten hat Dr. Jan Krönke, Arzt und Wissenschaftler an der Uniklinik für Innere Medizin III, erforscht. Vor mehr als 50 Jahren hat das Medikament Thalidomid unter dem Namen „Contergan“ einen Medizinskandal ausgelöst. Heute werden Thalidomid und sein Nachfolger Lenalidomid erfolgreich gegen schwer zu behandelnde Krebserkrankungen wie das Multiple Myelom eingesetzt. Für seine Forschungsarbeit erhielt Krönke den mit 8000 Euro dotierten Franziska-Kolb-Preis zur Förderung der Leukämieforschung.

Die dritte Preisträgerin der Medizinischen Fakultät, Privatdozentin Pamela Fischer-Posovszky, beweist: Wissenschaft und Familie sind vereinbar. Dafür wurde die erfolgreiche Forscherin und zweifache Mutter mit dem Mileva-Einstein-Maric-Preis, dotiert mit 2500 Euro, ausgezeichnet.

Mit der Universitätsmedaille wurde der Gymnasiallehrer Rudolf Lehn für seine Verdienste um das Fach Physik geehrt. Er hat vor rund 15 Jahren das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) gegründet, in dem Jugendliche aus Ulm und Umgebung zu Fragestellungen aus der Physik experimentieren. Wie der Vater so der Sohn: Für die Verbesserung des Moduls „Scientific Computing“ erhielt Dr. Michael Lehn vom Institut für Numerische Mathematik den Lehrpreis 2014 der Uni Ulm (4000 Euro).

Um die Forscher von morgen bemühen sich auch die „Wissen-Schaffer“. Die Studenten besuchen Schulen und informieren über die Technikfächer. Für ihren Einsatz erhielten die Studierenden, repräsentiert durch Juliane Wessalowski, Anna Saumweber und Stefan Kaufmann, den Gleichstellungspreis (2500 Euro). Der Preis für herausragendes studentisches Engagement ging an Julian Latzko. (az)

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