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Geburtstag

07.11.2017

Roggenburger CSU feiert mit Waigel

Festakt mit prominenten Gästen: Von links Theo Waigel, CSU-Bundestagsabgeordneter Georg Nüßlein, Pater Roman Löschinger, Ortsvorsitzender Gerhard Snehotta, Bürgermeister Mathias Stölzle und Alt-Landrat Erich-Josef Geßner.
Bild:  Angela Häusler

Der ehemalige Finanzminister ist viel unterwegs. Doch den Festakt zum 70-jährigen Bestehen des Ortsverbands in der Klostergemeinde wollte er sich nicht entgehen lassen.

Mit Gottesdienst und einem Festakt haben die Roggenburger Christsozialen am Sonntag den 70. Geburtstag des CSU-Ortsverbands gefeiert. Als prominenter Festredner war der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel zu Gast. Er sprach anschaulich über deutsche und CSU-Geschichte – und über seine persönlichen Verbindungen zur Klostergemeinde.

Viele Ortsverbände haben bereits im vergangenen Jahr ihr 70-jähriges Bestehen begangen. Die Roggenburger aber taten es erst jetzt. Denn die Gründung des Ortsverbands im Jahr 1946 ließ sich nicht zweifelsfrei dokumentieren, sagte Gerhard Snehotta, der seit 2004 Vorsitzender ist. So fand der Geburtstag eben erst heuer, dafür aber umso feierlicher im Saal der Brauerei Schmid in Biberach statt: Mit viel Musik, honorigen Laudatoren und 150 Gästen.

Waigel erinnert an die Gründungszeit der CSU

Berlin, München, Brüssel, dazwischen ein Abstecher nach Roggenburg – das stand für den Ex-Finanzminister Theo Waigel auf dem Programm. Den Aufenthalt im Landkreis Neu-Ulm wollte sich der viel beschäftigte CSU-Ehrenvorsitzende nicht nehmen lassen, verbinde ihn mit Roggenburg doch das Bewusstsein, „an einem Werk mitgewirkt zu haben, das bleiben wird“.

Gemeint ist damit die Renaissance des Prämonstratenserklosters samt lebendigem Bildungszentrum. Angesichts des Jubiläums erinnerte Waigel an die Gründungszeit der CSU in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit und daran, dass nicht nur die Gegenwart, sondern auch frühere Jahrzehnte durch Unsicherheit geprägt waren. Ein Wertekonsens und eine Führung durch eine stabile deutsche Regierung seien jetzt für ganz Europa wichtig, „sonst wird die Unsicherheit überschwappen“, sagte er.

Zwar sei der Ortsverband Roggenburg mit seinen aktuell 32 Mitgliedern nicht groß, brauche sich angesichts der Einwohnerzahl Roggenburgs aber „nicht verstecken“, sagte Snehotta. Der Vorsitzende hob hervor, dass der Ortsverband immer wieder überregional bedeutsame Veranstaltungen organisiert und mit seinem ersten CSU-Bürgermeisterkandidaten Franz Clemens Brechtel eine erfolgreiche Entwicklung für Roggenburg eingeläutet habe. Auch den jetzigen Amtsinhaber nominierten die Christsozialen mit. Snehotta zufolge hat die CSU allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Wenngleich sich der Verband neue Mitglieder wünsche, gerne auch weibliche, denn Frauen sind dort im Moment gar nicht vertreten.

Der Landrat würdigt die vielen Mitglieder über die Jahrzehnte

Lob für „das gute Miteinander“ gab es von Bundestagsmitglied Georg Nüßlein. Gerade die Bundespolitik sei stark darauf angewiesen zu erfahren, was die Menschen daheim umtreibt, sagte er. Bürgermeister Mathias Stölzle sprach von einem „lebendigen Ortsverein, der Roggenburg mehr als bereichert“. Um die Leistungen zu verdeutlichen, erinnerte er an den vorbildlichen Einsatz des vor wenigen Tagen gestorbenen Ehrenbürgers und CSU-Mitglieds Andreas Schmid, der den Ort und den Landkreis Neu-Ulm in seinen 34 Jahren als Lokalpolitiker und Ehrenamtler mitgeprägt habe. Mit ihm habe der Ortsverband ein Mitglied verloren „das seinesgleichen suchen wird“.

Landrat Thorsten Freudenberger erinnerte an die vielen Mitglieder und Unterstützer, die während der vergangenen 70 Jahre durch ihr Engagement „ihre Heimat mitgestaltet haben“. Damals wie heute komme es darauf an, sich auf Veränderungen einzustellen und Herausforderungen aktiv anzugehen, sagte Freudenberger. „Mutig vorwärts“ lautete sein Rat. „Wir dürfen nicht stehen bleiben.“

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