Newsticker
Bundes-Notbremse: Ausgangsbeschränkungen fallen weniger streng aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. SPD Nersingen setzt auf Kinderbetreuung und Kultur

Nersingen

12.11.2019

SPD Nersingen setzt auf Kinderbetreuung und Kultur

Die fünf derzeitigen SPD-Gemeinderäte treten wieder an: Sabine Krätschmer, Fabian Kaimer, Silvia Wäsnig, Axel Arbeiter und Jakob Hügel (von links).
Foto: C. Meisinger

Neben diesen beiden Themen wollen die Genossen im neuen Gemeinderat von Nersingen zwei weitere Schwerpunkte fördern. Diese Kandidaten treten an.

Nersingen Kinderbetreuung ausbauen, Digitalisierung voranbringen, die Kultur fördern und vor Ort etwas für den Umweltschutz tun: Das sind die Schwerpunkte, die sich die SPD Nersingen vorgenommen hat.

Alle fünf Fraktionsmitglieder treten erneut zur Kommunalwahl an. Die Suche nach weiteren Kandidatinnen und Kandidaten sei nicht einfach gewesen, berichtete Ortsvereinsvorsitzender Fabian Kaimer. „Wir haben haufenweise Absagen bekommen“, sagte der 25-Jährige. Wer nach Gründen suche, „muss nach Berlin schauen“. Die Krise der SPD auf Bundes- und Landesebene schlage sich auch vor Ort nieder. Immerhin konnten 16 Nersingerinnen und Nersinger gefunden werden, die sich auf die Liste setzen ließen. Die Fraktion habe sich vorgenommen, künftig mehr Anträge im Gemeinderat zu stellen, berichtete Kaimer. Das heiße nicht, dass die SPD in der Vergangenheit untätig war. Sie habe mehr Anträge eingereicht als die anderen Fraktionen und auch sonst ihren Einfluss geltend gemacht. „Wir haben immer die SPD-Positionen eingebracht, und darauf können wir stolz sein“, sagte der SPD-Gemeinderat.

Gemeinderat Nersingen: SPD hatte Probleme, genügend Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 zu finden

Künftige Schwerpunkte seien weiterhin die Kinderbetreuung einschließlich eines Kita-Neubaus sowie der Einführung der offenen Ganztagsschule. Vor allem müssten Möglichkeiten gefunden werden, um bessere Vorhersagen über die Entwicklung des Bedarfs zu treffen, betonte Kaimer. Außerdem solle nach Ansicht der Genossen in Nersingen mehr für die Kultur getan werden. Ihr Vorschlag: In der Ortsmitte könnte ein Raum entstehen, der Begegnung ermöglicht und kulturell genutzt wird. Nötig sei ein hauptamtlicher Kulturbeauftragter, schlug Kaimer vor. Nersingen könnte sich dazu eventuell mit Nachbargemeinden zusammenschließen. Auch eine unbefristete Stelle für Umweltschutz könnte im Verbund eingerichtet werden, lautet ein SPD-Vorschlag. Die Digitalisierung liegt dem Ortsvereinsvorsitzenden besonders am Herzen. „Schnelles Internet für alle“, lautet seine Forderung. Kaimer setzt sich für eine „digitale Agenda“ ein, um künftig Verwaltungsprozesse schneller abwickeln zu können und bürgerfreundlicher zu werden. Als er unlängst seine Mülltonne tauschte, habe ihn das mehrere Behördengänge gekostet, da Formulare nicht online ausgefüllt werden konnten. „Es kann doch nicht sein, dass man für so etwas einen halben Tag Urlaub nehmen muss“, sagte er.

Für die Gemeinderatswahl hat die SPD 16 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt. Die letzten vier auf der Liste werden doppelt aufgeführt. Zur Wahl treten an: Sabine Krätschmer, Fabian Kaimer, Silvia Wäsnig, Axel Arbeiter, Jenny Hügel, Jakob Hügel, Christine Titze, Lucio Testa, Marion Mußotter, Werner Siragusa, Kurt Mildner, Robert Grocholl, Franco Baldoni, Herbert Krätschmer, Sezai Altindas und Stephan Düppre.

Krätschmer, Kaimer, Wäsnig und Arbeiter wurden auch als Kreistagskandidaten nominiert. (az)

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren