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Kommentar

20.11.2018

SPD Neu-Ulm: Esser macht den Weg frei für einen Neuanfang

Antje Esser kehrt der SPD den Rücken.
Bild: Esser

Die Fraktionsvorsitzende bricht mit ihrer Partei. Antje Essers Rückzug ist für die SPD eine Zäsur.

Lange schwelte der Streit in der SPD, jetzt hat es gekracht: Antje Esser, Fraktionsvorsitzende im Neu-Ulmer Stadtrat, wirft hin. Ihr Rücktritt von ihrem Amt war nach den jüngsten Querelen und der Posse um das Nuxit-Plakat wohl unvermeidlich. Doch Esser zieht einen ganz dicken Schlussstrich, kehrt ihrer Partei den Rücken und verabschiedet sich auch aus dem Kreistag.

Die Entscheidung ist der 50-jährigen Anwältin sicher nicht leicht gefallen. Schließlich war die SPD zwei Jahrzehnte lang Essers politische Heimat. Ihre gesamte kommunalpolitische Karriere hat sie als Genossin erlebt. Ihr Rückzug ist deshalb auch eine Zäsur für die SPD. Esser war Stadträtin in Senden und Neu-Ulm, sie war Fraktionsvorsitzende, Kreisvorsitzende, sie hat für den Bundestag und den Landtag kandidiert und sie bewarb sich zweimal um den Posten des Neu-Ulmer Landrats. Die Herzen der Genossen an der Basis hat sie offenbar trotzdem nicht erobert. Der Ärger über den Nuxit traf vor allem sie. Der Stachel sitzt jedoch tiefer. Ein Teil der Fraktion stand ihr schon seit ihrem Umzug von Senden nach Neu-Ulm skeptisch gegenüber. Esser zieht die Konsequenzen und bricht komplett mit der SPD. Ihre neue politische Heimat sieht sie bei Pro Neu-Ulm. Im Stadtrat werden die Karten neu gemischt.

Mit ihrem Rückzug macht Antje Esser den Weg frei für einen Neuanfang in der SPD. Jetzt muss der Neu-Ulmer Stadtverbandsvorsitzende Patrick Steiner-Hirth, der genau dies gefordert hat, aber auch liefern. Er muss die Gräben zwischen Ortsvereinen und Fraktion überwinden und die SPD für die Kommunalwahl 2020 auf Kurs bringen. Die Genossen brauchen Themen, mit denen sie ihr Profil schärfen können, und die richtigen Leute dafür.

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