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Ulm/Neu-Ulm

13.03.2020

SWU-Busse: Vordere Türen bleiben geschlossen, keine Tickets mehr im Bus

Die SWU ergreift Maßnahmen angesichts der Coronia-Pandemie.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ab Samstag, 14. März, wird bis auf Weiteres der Ein- und Ausstieg an der ersten Tür bei allen Bussen der SWU ausgesetzt. Die Stadtwerke treffen zudem weitere Vorkehrungen.

Damit wollen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung beim Fahrscheinverkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für die Fahrerinnen und Fahrer als auch für alle Fahrgäste minimieren. Die Straßenbahnlinien 1 und 2 sind davon nicht betroffen, da diese über abgeschlossene Fahrerkabinen verfügen. Alle Türen bleiben dort frei zugänglich.

Da hierdurch die Fahrscheinpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben ist, bittet die SWU ihre Bus-Fahrgäste, bereits vor Fahrtantritt für einen gültigen Fahrschein zu sorgen. Dafür können die Vorverkaufsstellen, die Fahrscheinautomaten an den Haltestellen und in den Straßenbahnen sowie das Handyticket genutzt werden.

Was passiert, wenn ich vor der Fahrt keine Fahrkarte kaufen kann?

Sollte im Einzelfall ein Fahrkartenkauf vor Fahrtantritt nicht möglich sein, werden auch nachträglich gelöste Fahrscheine anerkannt. Diese Maßnahme ist laut Pressemitteilung mit der Stadt und dem Verkehrsverbund Ding abgestimmt und dient dazu, das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus für Fahrgäste und Fahrpersonal so gering wie möglich zu halten. Die SWU bittet alle Fahrgäste um Verständnis.

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Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln im Landkreis Neu-Ulm, gilt ab Montag der Ferienfahrplan. Im baden-württembergischen Teil des Verkehrsverbunds Ding (Stadt Ulm und Kreise Alb-Donau und Biberach) sind die Schulen ab Dienstag geschlossen. Eine Entscheidung, ab wann dort nach Ferienfahrplan gefahren wird, soll am Montag fallen.

SWU-Chef: "Aufgaben der Stadtwerke sind für Bürger lebenswichtig"

Die Stadtwerke haben auch weitere Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Wer typische Symptome zeigt und aus einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet zurückkehrt oder nachweislich Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte, darf die SWU-Gebäude nicht mehr betreten. Dies gilt für das Büro-Center K 3 in der Karlstraße, das Service-Center Neue Mitte und SWU Traffiti sowie die Gebäude von SWU Verkehr, SWU TeleNet und Stadtwerke-Netzgesellschaft in der Ulmer Weststadt.

Die Aufgaben der Stadtwerke seien für die Bürger lebenswichtig, begründet SWU-Chef Klaus Eder die Einschränkungen. „Diese Aufgaben dulden keine Personalnot.“ Als weiterer Schritt versucht das Unternehmen, Heimarbeitsplätze zu erweitern, damit Angestellte notfalls auch während häuslicher Quarantäne arbeitsfähig bleiben. Dienstreisen und interne Veranstaltungen sind bis auf Weiteres ausgesetzt, ein Krisenstab tagt in kurzen Abständen. (az)

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