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16.07.2010

Schädling vertreibt Badegäste

Mit Schutzanzügen und Gasmasken bekämpft die Feuerwehr den Eichenprozessionsspinner, der jetzt auch am Vöhringer See Badegäste vertrieben hat. Foto: arc/bwz
Bild: arc/bwz

Vöhringen Der berüchtigte Eichenprozessionsspinner ist vor wenigen Tagen am Vöhringer See entdeckt worden. Badegäste hatten allergische Hautreaktionen bemerkt und sich bei der Stadtverwaltung gemeldet. Erste Bekämpfungsmaßnahmen durch die Feuerwehr haben offensichtlich zu Erfolgen geführt. Das Gelände bleibt aber vorläufig gesperrt, so Elvira Mesloh vom städtischen Umweltamt.

Bereits seit Mitte der 90er Jahre ist ein verstärktes Auftreten des Eichenprozessionsspinners in ganz Deutschland zu beobachten. Er liebt das derzeitige sehr warme und trockene Klima. Der ökologische Schaden durch Blattfraß ist bei einmaligem Kahlfraß zwar gering. Eine besonders gesundheitliche Gefährdung geht jedoch von den Haaren der älteren Raupen aus. Diese sind zwar nur zwei bis drei Millimeter lang, aber mit Widerhaken versehen und sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein.

Über weite Strecken

Die feinen Brennhaare können bei günstiger Witterung und Luftströmung über weite Strecken getragen werden. Unmittelbar nach dem Hautkontakt entwickelt sich ein sehr unangenehmer Juckreiz, dem ein Ausschlag folgt. Es kann auch zu Augenreizungen und Reizungen der Atemwege kommen. Schließlich sind auch Benommenheit, Schwindel und Fieber möglich. Etliche Gespinstnester wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Vöhringen zwischenzeitlich zwar bereits entfernt und vernichtet. Bisher wurde bei einer Überprüfung der Eichen auf städtischem Grund kein weiterer Befall entdeckt. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass auch private Eichen im Stadtbereich befallen sind. Daher bittet das Umweltamt die Bürger, die Stadtverwaltung darüber zu informieren, falls der Schädling im Garten aufgefallen sei, so heißt es in einer Presseerklärung des Bürgermeisters. Außerdem wird vorsichtshalber gewarnt, jeglichen Kontakt mit den Larven des Schmetterlings zu vermeiden und geraten, bei starken Hautreaktionen einen Arzt aufzusuchen. (wk)

Info Ein ausführliches Infoblatt ist im städtischen Umweltamt zu erhalten.

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