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Schelklingen/Ulm
12.10.2021

Kinderleiche in Baggerschaufel: Mutter hat Baby angeblich tot geboren

Ein Baggerfahrer hat in Schelklingen-Hütten (Alb-Donau-Kreis) eine Kinderleiche gefunden, nun vermeldet die Polizei einen neuen Ermittlungsstand.
Foto: David Inderlied, dpa (Symbolbild)

Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm melden neue Erkenntnisse zum Fund einer Kinderleiche in Schelklingen. Die mutmaßliche Mutter des Babys hat ausgesagt.

Die mutmaßliche Mutter des toten Babys, das ein Baggerfahrer Anfang Oktober in Schelklingen-Hütten gefunden hatte, hat nach Angaben der Polizei angegeben, das Kind sei bereits tot zur Welt gekommen. Dies teilen Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Demnach habe die erwachsene Frau eingeräumt, die Mutter des Kindes zu sein. Im Lauf der Vernehmung habe sie auch geschildert, dass das Kind bereits tot gewesen sei, als es zur Welt kam. Dazu, aber auch zu den weiteren Angaben der Frau, dauern die Ermittlungen noch an.

Die Inhalte aus der Vernehmung sollen auch mit den Erkenntnissen aus der Obduktion an dem Neugeborenen und aus der Spurensicherung verglichen werden. Weitere Inhalte aus dem Ermittlungsverfahren können nach Angaben der Behörden deswegen derzeit nicht gemacht werden. Details zum Geschehensablauf oder mögliche Beweggründe der jungen Frau für ihr Verhalten seien noch nicht bekannt.

Totes Baby in Schelklingen gefunden: Polizei Ulm ermittelt

Wie berichtet, war Anfang vergangener Woche eine junge Frau aus dem Alb-Donau-Kreis in den Verdacht geraten, Mutter eines tot aufgefundenen Babys zu sein. Die Leiche der Neugeborenen war auf einem Grundstück in Schelklingen-Hütten gefunden worden. Ein Arbeiter hatte in seiner Baggerschaufel die Leiche eines Kindes entdeckt. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten seit dem Fund des Leichnams am 1. Oktober intensiv ermittelt und die Spuren gesichert. Die Ermittler gingen anschließend von Haus zu Haus, um Hinweise auf den Hintergrund dieses schrecklichen Funds zu bekommen.

Mit ihren Fragen hatten sich die Behörden auch an die Öffentlichkeit gewandt. Im Laufe des Montags vergangener Woche erhielten die Ermittler den Hinweis auf die junge Frau. Noch am selben Tag suchten Polizeibeamte diese in ihrer Wohnung im Alb-Donau-Kreis auf. Schon im Verlauf einer ersten Anhörung räumte die Frau ein, die Mutter des Kindes zu sein. Dies bestätigte sie jetzt im Rahmen ihrer förmlichen Vernehmung. (AZ)

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