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Kritik

27.02.2018

Schnee behindert Retter

Drei Schneepflüge stehen der Gemeinde Elchingen insgesamt zur Verfügung.

Ein komplizierter Krankentransport ist Thema bei der Dorfgemeinschaft. Zudem berichten die Räte von einem geplanten Projekt

Ein Krankentransport mit Hindernissen war Thema bei der Mitgliederversammlung der Dorfgemeinschaft Oberelchingen (DGO). Das Fahrzeug konnte wegen der winterlichen Bedingungen nicht bis zum Patienten fahren, hieß es auf der Versammlung. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Elchingens Bürgermeister Joachim Eisenkolb, dass er diesen Vorfall sehr ernst nehmen werde. Wenn auch die Wege mit starken Steigungen im Fahrplan der Streufahrzeuge die oberste Priorität hatten, sei es nicht möglich, jede Straße jederzeit von Schnee und Eis freizuhalten: „Bei Blitzeis können die Mitarbeiter gar nicht so schnell streuen, wie die Straßen vereisen“, so der Rathauschef.

Insgesamt stehen der Gemeinde Elchhingen drei Schneepflüge zur Verfügung, die jeweils zwei Stunden für ihre Runden brauchen würden, erklärte Eisenkolb. Und weiter: „Sollte es dann zu einem Notfall kommen, bei dem Rettungskräfte anfahren müssen, können wir uns glücklicherweise auf die Helfer der freiwilligen Feuerwehr verlassen, die in in diesem Fall auch zum Einsatzort vordringen konnten.“ Die technische Hilfeleistung hatte so funktioniert, wie sie für den Ernstfall vorgesehen sei, sagte der Bürgermeister weiter und sprach dabei den Mitarbeitern des Bauhofes und der Feuerwehr sein Lob aus.

Schlechte Nachrichten hatte dagegen Richard Rösch, Gemeinderatsmitglied der Oberelchinger Dorfgemeinschaft, seinerseits für die Besucher der Versammlung der Dorfgemeinschaft: Mit Blick auf die Haushaltssituation seien die Ausgaben höher als die Einnahmen. Sanierungsarbeiten an Schulen, Kindergärten oder dem Oberelchinger Ortskern würden die Gemeindekasse auch in Zukunft belasten. Ein Verdienst der DGO sei es gewesen, sich für mehr Transparenz bei der Bürosanierung des Rathauses einzusetzen. Sein Parteikollege Bernd Hiller sprach die Entwicklung des ehemaligen Realmarkts an. „Hier tut sich endlich wieder etwas“, erklärte der Gemeinderat.

Achim Willbold, ebenfalls für die DGO im Gemeinderat, berichtete von der neu gegründeten Bürgerinitiative für besseren Lärmschutz: „In der Öffentlichkeit könnte man glauben, dass es ruhiger geworden ist“, sagte er. Doch liege das daran, dass die Mitglieder mit inhaltlicher Arbeit beschäftigt seien. Dabei mahnte Willbold an, die Interessen der Bürgerinitiative nicht zum Spielball der Kommunalpolitik zu machen: „Dafür ist das Thema viel zu wichtig.“

Arthur Maile berichtete vom Konzept des geplanten Bürgerbusses. Der Achtsitzer, der von ehrenamtlichen Fahrern gelenkt werden soll, soll als Ergänzung für den öffentlichen Nahverkehr dafür sorgen, dass insbesondere ältere Menschen die Möglichkeit haben, mobil zu bleiben. In den kommenden Monaten soll das Projekt im Gemeinderat vorgestellt werden, erklärte Maile.

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