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Uni

26.06.2014

Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

Kognitive Systeme helfen, technische Systeme anwenderfreundlicher zu machen.
Bild: Rosa Grass

Neuer Studiengang in Ulm verbindet die Informatik mit der Psychologie

Was und wie nimmt der Mensch wahr? Wie funktionieren Lernen und Gedächtnis? Neben der Vermittlung von Fachwissen in den Grundlagenfächern zur Informatik und Psychologie steht beim neuen Masterstudiengang „Cognitive Systems“ die Erforschung kognitiver Funktionen im Vordergrund. Der englischsprachige interdisziplinäre Studiengang startet zum Wintersemester 2014/15 an der Universität Ulm.

Das Angebot richtet sich an Bachelor-Studenten aus Informatik und Psychologie oder verwandten Fächern, die ihren weiteren Studienschwerpunkt auf die Entwicklung „kognitiver Systeme“ legen möchten. Das heißt nichts anderes, als die menschliche Kognition, also das Denken, Wahrnehmen und Verarbeiten von Informationen, mit technischer Funktionalität in Einklang zu bringen. „Ob Mobilfunk- oder Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder Automatisierungstechnik: Technische Systeme durchdringen unseren Alltag immer mehr. Je komplexer die Technik wird, umso wichtiger wird es, die kognitiven Fähigkeiten des Menschen zu verstehen und nutzergerecht in technische Funktionen zu übersetzen“, erklärt Professor Heiko Neumann, Leiter des Instituts für Neuroinformatik, als einer der Initiatoren dieses neuen Studienganges.

So entstehen Roboter und virtuelle Umgebungen

Dabei geht es letztendlich darum, Prozesse der Handlungssteuerung und Problemlösung zu verstehen, aber auch herauszufinden, wie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verbessert werden kann. Derartige kognitive Systeme bereiten auch die Grundlagen künftiger technischer Entwicklungen: ob in lernfähigen adaptiven Systemen, bei intelligenten Spielen oder für neuartige Displaytechnologien, ob bei der Entwicklung von Robotern mit kognitiven Fähigkeiten oder der Erschaffung virtueller Umgebungen. Die Studierenden machen sich dabei nicht nur vertraut mit den theoretischen Grundkonzepten kognitiver Systeme, sondern erlernen auch die neuronalen Grundlagen solcher Systeme und die technischen Grundlagen der Umsetzung.

An der Universität Ulm wird der neue Masterstudiengang getragen von den Fachbereichen Informatik und Psychologie, die mit den Ingenieurwissenschaften in einer disziplinübergreifenden Fakultät zusammengefasst sind. Profitieren sollen die Studenten von der Forschungskooperation mit der benachbarten Ulmer Hochschule für Angewandte Wissenschaften und den Verbindungen zu zahlreichen forschungsstarken Industriepartnern und ortsansässigen Firmen. Die Absolventen sollen für all jene Berufsfelder qualifiziert werden, in denen das nahtlose Zusammenspiel von Technik und Mensch eine zentrale Rolle spielt. Typische Anwendungsgebiete sind die Automobilindustrie, die Medizintechnik, die Informationstechnologie und andere hochtechnologische Sparten. (az)

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