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Neu-Ulm

16.09.2017

Schöner laufen an der Donau

Die Wege entlang der Donau sind ein wahrer Genuss für Sportler. Ein Teil der Wege soll im Zuge des Projekts „Donaurunning“, das der Schwimm– und Sportverein Ulm 1846 konzipiert hat, eine ausgewiesene Laufstrecke werden.
Bild: Alexander Kaya (Archivfoto)

Bei einem neuen Projekt können Jogger und Walker ihre Werte genau messen. Es wäre die zweite Strecke dieser Art, die es in Deutschland gibt. Wie das System funktioniert.

Der Weg entlang der Donau – egal ob auf Neu-Ulmer oder Ulmer Seite – locken bei schönem Wetter zahlreiche Läufer an. Diese können sich bald über eine Neuerung freuen: Der Schwimm- und Sportverein (SSV) Ulm 1846 hat ein Konzept für ein Laufprojekt entwickelt. Bei „Donaurunning“ können Sportter bestimmte Werte messen – und sich mit anderen vergleichen. 2018 soll es losgehen. Das Projekt ist in der jüngsten Sitzung des technischen Ausschusses öffentlicher Lebensraum und Verkehr in Neu-Ulm präsentiert worden.

Die Läuferszene in der Region sei groß, schilderte Thorsten Kriependorf. Er ist Leiter des Hans-Lorenser-Sportzentrums und hat das Projekt zusammen mit Fabian Göggel, Sportmanager beim SSV Ulm, auf den Weg gebracht. Doch gerade Besucher von außerhalb würden laut Kriependorf ins Sportzentrum kommen und nach einer Laufstrecke zu fragen – denn ausgewiesen ist bislang keine. Das soll sich jetzt ändern: Das Projekt „Donaurunning“ beinhaltet eine ausgemessene Lauf- und Walkingstrecke. Diese ist rund fünf Kilometer lang, Start und Ziel ist jeweils am Hans-Lorenser-Sportzentrum. Danach werden die Läufer durch die Friedrichsau, um den Offenhauser Sportplatz, durch das „Herbelhölzle“ und über die Gänstorbrücke zurück zum Sportzentrum gelotst.

Kriependorf betonte: „Ein solches Projekt gibt es in Deutschland bislang nur in Hamburg. Das wäre eine Art Alleinstellungsmerkmal, das auf Ulm, Neu-Ulm und die Region strahlt.“ Auf Nachfrage von Rätin Christa Wanke (FDP), die sich sorgte, ob sich Fußgänger und Läufer in die Quere kommen könnten – schon jetzt seien dort viele unterwegs, sagte er: „Es ist alles sicher, und alles geprüft.“

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An fest installierten Stellen soll zudem die Zeit gemessen werden. Diese kann über Bildschirme vor Ort, eine Homepage sowie eine App eingesehen werden. Ein Pluspunkt für die Läufer, wie Kriependorf findet, denn: Sportler befassen sich immer gerne mit Daten.“

Damit diese überhaupt gemessen werden können, braucht jeder Läufer einen Chip. Der soll zwischen fünf und zehn Euro kosten und mit seiner Größe von gerade einmal zwei mal vier Zentimetern leicht anzubringen sein, beispielsweise am Schuh. Zunächst ist vorgesehen, die Chips beim Sportzentrum zu verkaufen – je nachdem, wie sich die Nachfrage entwickelt, seien aber auch weitere Verkaufsstellen, zum Beispiel in Hotels, denkbar.

Die Auswertung der Daten ist vielfältig, wie Göggel erklärte: So ist es beispielsweise sogar möglich zu sehen, welcher Läufer sich innerhalb eines halben Jahres pro Runde am meisten verbessert hat. Die Daten landen beim SSV Ulm und werden auch nicht weitergegeben. Dennoch ist auch eine anonyme Registrierung möglich. „Man kann sich auch Läufer X nennen“, sagte Göggel.

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg lobte das Projekt in der Sitzung ausdrücklich : „Das ist für die Imagebildung der Doppelstadt eine gute Geschichte.“ Finanziert wird es über die Ulm/Neu-Ulm Tourismus GmbH. Die beiden Städte stellen hierfür einen Sonderetat von insgesamt 32500 Euro zur Verfügung. Im Neu-Ulmer Ausschuss ging es nun um 100000 Euro, die für eine teilweise Beleuchtung der Laufstrecke benötigt werden.

Einige Räte gaben zu Bedenken, dass es auch andere Stellen gebe, an denen die Beleuchtung fehle. Andreas Schuler (FWG) sagte: „Und jetzt zahlen wir da mit rein. Im „Herbelhölzle“ gab es auch viele Beschwerden.“ Oberbürgermeister Noerenberg dagegen sah es eher als „Win-Win-Situation“, außerdem sei der Vorschlag der Beleuchtung von Seiten der Verwaltung gekommen. Am Ende stimmten die Ausschussmitglieder zu, dem Ausschuss für Finanzen, Inneres und Bürgerdienste zu empfehlen, die 100000 Euro im Haushalt für 2018 einzuplanen.

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