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26.04.2016

Schulen feiern ihre Freundschaft

Die beiden Initiatoren der Schulpartnerschaft: Reinhard Ernst (links) und Didier Rézeau.
Bild: Petra Knobling

Jubiläumsfest am Suttner-Gymnasium

„Und, habt ihr schon einen Austausch mit Deutschland?“ Mit dieser Frage begann vor 30 Jahren die bis heute andauernde Freundschaft zweier Schulen: dem Lycée Jean23 in Quintin und dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Pfuhl.

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Französischlehrer Reinhard Ernst stellte diese Frage damals seinem französischen Kollegen Didier Rézeau, der nach einem Jahr als Fremdsprachenassistent am „Suttner“ gerade seine Stelle als Deutschlehrer in Quintin angetreten hatte. Dann ging alles ganz schnell. Die damalige Schulleiterin Karin Weisgräber und alle anderen Gremien unterstützten die Idee und die erste Gruppe Zehntklässler machte sich 1986 mit zwei Begleitlehrern auf den langen Weg in die Bretagne.

Seither sind ohne Unterbrechung fast 800 Neu-Ulmer Schüler in den Genuss dieses Programms gekommen. Unbezahlbar sind die Erfahrungen, die die jungen Menschen sowie die begleitenden Lehrkräfte während der gegenseitigen Besuche machen. Dies wurde in den Reden während der Jubiläumsfeier in der Schule mehr als deutlich.

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Für Schulleiterin Jutta Gruber zeigt bereits die Dauer der deutsch-französischen Partnerschaft deren Qualität. Gerade in Zeiten, in denen die europäische Idee an Grenzen stoße, seien lang dauernde und konstruktive Begegnungen zwischen Schulen von enormer Wichtigkeit. Ex-Schulleiterin Karin Weisgräber zeigte sich davon überzeugt, dass durch einen Schüleraustausch das Wichtigste gelernt werde, das es an einer Schule zu lernen gebe: Offenheit, Toleranz und Verständnis.

Landrat meldet sich per Videobotschaft

In einer Videobotschaft ließ Landrat Thorsten Freudenberger die Festgesellschaft an seinen eigenen Erinnerungen an den Austausch teilhaben. Vor 13 Jahren habe er sich in der Bretagne zum ersten und letzten Mal in seinem Leben Austern schmecken lassen. Er sprach aber auch den ernsten Hintergrund der Partnerschaft mit Frankreich an, der nach einem Jahrhundert mit zwei Weltkriegen große politische Bedeutung habe. (az)

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