Newsticker

Dänemark schließt Grenzen für deutsche Urlauber
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Schutzgemeinschaft sieht B10-Ausbau auch als Chance

Neu-Ulm

19.02.2015

Schutzgemeinschaft sieht B10-Ausbau auch als Chance

Die B10 soll vierspurig ausgebaut werden.
2 Bilder
Die B10 soll vierspurig ausgebaut werden.
Bild: Alexander Kaya

Der neu gewählte Vorsitzende kündigt Kontinuität an und hat bereits ein Auge auf neue Flächen geworfen.

Manfred Schmied ist der neue Vorsitzende der Schutzgemeinschaft für den Neu-Ulmer Lebensraum (Gau). Er wurde auf der Jahreshauptversammlung in der Gerlenhofer Ulrichhalle zum Nachfolger von Renate Lepski gewählt, die nach acht Jahren im Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidiert hatte.

In ihrem Rückblick begründete Lepski, die 22 Jahre lang dem Vorstand angehört hatte, ihre Mitgliedschaft im Verein damit, „dass der Gau seine Naturschutzziele in meiner unmittelbaren Umgebung verfolgt“. Sie habe miterleben und mit eigenen Augen beobachten können, „was wir mit unseren Maßnahmen erreichten“. Glücklich habe sie zudem gemacht, wie sich die betreuten Flächen stetig vergrößert hätten und aus dem ursprünglich kleinen Häuflein Gleichgesinnter ein Verein mit heute rund 900 Mitgliedern geworden sei.

Der neue Vorsitzende will „nichts anders machen als meine Vorgängerin, sondern weiterführen, was sie begonnen hat“, erklärte Schmied. Dazu zähle auch, den 30 Hektar betreuter Fläche an Plessenteich und Illerschleife weitere Geländeräume hinzuzufügen. Er denke da vor allem an die für den geplanten Ausbau der B10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen neu entstehenden Ausgleichsflächen im Raum der Burlafinger Seenplatte. Sie könnten den Gau seinem großen Ziel, einen Biotopverbund zwischen Iller und Donau zu schaffen, einen großen Schritt voranbringen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Von „einem besonderen Naturereignis im Jahr 2014“ berichtete Geschäftsführer Wolfgang Gaus. Tagelang hatten mehr als 100 Weißstörche das Finniger, Pfuhler und Bauernried durchstreift.

Dem Freizeit-Ornithologen Klaus Schilhansl sei es gelungen, bei einigen Störchen die Ringnummern zu ermitteln. Nach Auskunft der Vogelwarte Radolfzell habe es sich fast ausschließlich um Jungstörche aus der Gegend um Karlsruhe gehandelt.

Einer allerdings stammte aus dem Nest im Ulmer Stadtteil Gögglingen. Auch Tiere aus anderen europäischen Ländern seien darunter gewesen.

Die von Hubert Förster betreuten 158 Schleiereulen- und 14 Turmfalkennistkästen nutzen gern auch andere Lebewesen, darunter Hornissen und Wespen, aber auch Tauben, Waldkauz, Rostgans und sogar ein Marder kommen vor. In 71 Kästen wurden im vergangenen Jahr zwölf Schleiereulen und 270 Turmfalken flügge.

In den 41 Nisthilfen für Wasseramseln an Landgraben, Leibi, Roth, Illerkanal und Biber waren zwar Wasseramseln beobachtet worden, aber auch Gebirgsstelzen, Zaunkönige und Tauben. In den Uferschwalbenwänden machen sich vor allem Spatzen breit, auch Kohlmeisen und Wespen mögen sie. Lediglich zwei Röhren waren von Uferschwalben belegt. „Wir fördern eben die ganze Bandbreite unserer gefährdeten Vogelwelt“, sagt Biologe Gaus und lässt die Eindringlinge gewähren.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren