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Ballett

27.02.2016

„Schwanensee“ macht Gänsehaut

Für Lorenzo Angelini (im Vordergrund) gab es ebenso viel Lob wie für den Rest von Roberto Scafatis Tanzcompagnie.
Bild: Hermann Posch

Roberto Scafatis Klassiker-Interpretation löst beim Premierenpublikum im Theater Ulm einhellige Begeisterung aus

Ungezählte Male Tschaikowskis Ballett „Schwanensee“ gesehen und gemeint, man kenne das Werk? Mit einer totalen Überraschung wartete der Ulmer Ballettchef Roberto Scafati im Großen Haus mit seiner „Schwanensee“-Interpretation auf – und die Zuschauer reagierten mit langen Standing Ovations, bis sich der Vorhang schloss. „Unfassbar“, kommentierten gerührte Zuschauer, unter denen ein ungewöhnlich hoher Prozentsatz junger Menschen war, in den Beifallskundgebungen.

„Wir sind tatsächlich zum ersten Mal ins Ballett gegangen“, erzählen die drei weiblichen Mitglieder der Ulmer Familie Daian. Mutter und Töchter waren auf eine gänzlich andere Vorstellung eingestellt und dann völlig überrascht. „Phänomenal!“, loben sie. „Was für eine spektakuläre Inszenierung! Und was für Top-Tänzer!“ Technische Perfektion und schauspielerische Leistung seien faszinierend. Nur über die jeweilige Lieblingsfigur können sich Mutter und Töchter nicht einigen: Ist es nun der satanische Rotbart, oder ist es das junge Paar, das die Liebe entdeckt?

Zum ersten Mal im Ulmer Ballett ist auch Carsten Breunig. „Ich bin total positiv überrascht!“, sagt er. „Man denkt ja, man weiß, was einen bei diesem Ballett erwartet. Aber – wow!“

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Gar eine „Gänsehaut“ hat Heidi Grabensee: „Ins Ballett bin ich schon immer gern gegangen. Aber so etwas habe ich noch nie gesehen!“ Sie sei einfach nur überwältigt von den Bildern und Emotionen der Scafati-Choreografie. „Das ist unglaublich! Es war mir nicht vorstellbar, dass man eine derartige Tiefe aus ‘Schwanensee’ herausholen kann.“

Gerade erst aus München nach Ulm gezogen ist Sabrina de Colle. Sie und ihr Mann Mark sind ebenso begeistert vom Ballettabend wie Ümmühan Schreiber, die mit dem Paar nach der Premiere diskutiert. „Spitzenklasse war das!“ Die Kostüme finden die drei Besucher „wahnsinnig toll“, ebenso die Beleuchtung „vor allem nach der Pause“. Tänzerisch wie schauspielerisch loben sie die Hauptdarsteller Lorenzo Angelini, Ceren Yavan-Wagner, Yuka Kawazu und Carlos Kerr.

„Fantastisch!“, lobt Alexandra Blaul aus Dornstadt. Für sie war der Kampf des Ritters Rotbart (Carlos Kerr) mit dem schwarzen Schwan (Silvia Cassata) der beeindruckendste Moment des Abends. „Begeisterung total!“, schwärmt sie. Sie habe vorher gelesen, dass die Zuschauer bei Scafatis Inszenierung nicht die traditionelle Schwanensee-Choreografie erwarte und sei skeptisch gewesen. „Aber was er aus dem Standard, den man im Kopf hat, herausgeholt hat, das ist einfach toll!“

Von der Gestik und der Mimik der Tänzer ist Gisela Dentler begeistert. „Mich hat die Handlung sehr berührt“, gibt sie zu. Licht und Kostüme – alles passe. „Es ist ein Abend, bei dem alles stimmt. Ein großer Abend!“ Die Gegensätze, mit denen Scafati arbeitet, sind wichtig zum Verständnis der Interpretation, findet die Ulmerin. (köd)"NUZ-Kritik Feuilleton

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