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23.06.2009

Seit 25 Jahren für schwerstkranke Kinder da

Ulm (AZ) - Im Hörsaal der Kinderklinik auf dem Ulmer Michelsberg feierte der Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm e.V. sein 25-jähriges Jubiläum. Zu den zahlreichen Gästen gehörten auch Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner und Prof. Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm. Neben der zwischenmenschlichen ist die finanzielle Bilanz des Vereins beeindruckend: Bis heute wurden mehr als neun Millionen Euro an Spenden gesammelt.

So konnten beispielsweise im Rahmen der Geschwisterbetreuung bis heute 15 527 Kinder umsorgt werden. Für die zwei Elternwohnhäuser des Vereins nennt Elvira Wäckerle, 1. Vorsitzende des Vereins, exakt 248 429 Übernachtungen. Das ehrenamtliche Engagement ermöglichte auch die Schaffung zusätzlicher Arztstellen, regelmäßige Auftritte von Klinik-Clowns, die Unterstützung von Forschungsprojekten oder die Anschaffung teurer medizinischer Geräte.

Alles Dinge, die greifbar und begreifbar sind, doch der Verein leistet noch viel mehr: "Durch das vielfältige Engagement des Förderkreises tumor- und leukämiekranker Kinder Ulm finden viele Eltern und Angehörige von Kindern mit Krebserkrankungen Hilfe und Halt. Sie können auftanken und wieder Mut fassen. Sie erfahren emotionale Entlastung und erhalten wichtige Alltagshilfen zur Bewältigung ihrer schwierigen Lebenssituation", schreibt Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz im Vorwort der Festschrift.

"Oberbürgermeister Ivo Gönner wies auf die Bedeutung dieses bürgerschaftlichen Engagements hin: "Vieles kann, vieles muss von Profis geleistet werden. Und trotzdem bleibt ein großer Bereich, in dem es ohne ein nicht bezahlbares Engagement nicht geht. Der Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder ist ein großartiges Beispiel dafür."

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Und Prof. Klaus-Michael Debatin ergänzte: "Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte und der sich wandelnden Gesundheitspolitik ist das Engagement von Gruppen wie dem Förderkreis unabdingbar, um eine ganzheitliche, medizinisch und psychosozial erfolgreiche Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Leukämien und anderer Krebserkrankungen zu ermöglichen."

Derzeit 833 Mitglieder, Tendenz steigend

"Zurzeit sind 833 Mitglieder registriert, und die Zahl steigt stetig", sagte Elvira Wäckerle. "Wir sehen unseren Verein als ein großes Gebäude mit vielen Säulen. Alle zusammen tragen die schwersten Lasten, einzeln wäre unsere Arbeit für schwerstkranke Kinder, ihre Eltern und Angehörigen auch nicht zu bewältigen."

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