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Soziales

29.02.2020

Senden baut mehr bezahlbare Wohnungen

Die Schaufeln stehen bereit: Die Sendener Wohnungsbaugesellschaft baut in ihrem zweiten Projekt 72 Wohnungen an der Herrenmühle.
Bild: Alexander Kaya

Im zweiten Projekt der städtischen Gesellschaft sind 72 Wohneinheiten geplant – auch für Senioren ist was dabei

Bauboom in Senden: Derzeit wird in der Illerstadt viel neuer Wohnraum geschaffen oder zumindest die ersten Weichen werden dafür gestellt. Auch am Stadtrand Richtung Illerkirchberg im Westen entstehen bald neue Wohnungen. Wer zurzeit dort vorbeiläuft, hört schon die Maschinen. Denn auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei in Ay nahe der Herrenmühle werden derzeit die ehemaligen Produktionsgebäude abgerissen. Am Donnerstag fiel der Schornstein, der Rest folgt derzeit Stück für Stück. Eine Erbengemeinschaft will, wie berichtet, am Sendener Ortseingang von Illerkirchberg kommend circa 140 Wohnungen errichten.

Und auch nebenan soll Neues entstehen: Am Freitag fand der Spatenstich für das zweite Bauprojekt der Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) statt. Sie plant 72 neue Wohnungen auf der Wiese neben dem Haus Konrad.

Geschäftsführer Marco Manuel Reyes erläuterte beim Spatenstich einige Eckdaten. Es wird – verteilt auf drei Gebäude – verschiedene Arten an Wohnraum geben: betreutes Wohnen, sozialen Wohnraum und klassische Wohnungen. Darunter sind für Familien auch zwei Fünf-Zimmer-Wohnungen geplant. Alles ist barrierefrei erreichbar, was vor allem für das betreute Wohnen entscheidend ist. Die Mischung verschiedener Wohnarten ist schon vom Sendener Stadtrat bewusst so gewählt worden. Gerade in einem neu entstehenden kleinen Stadtviertel wolle man unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und -schichten nebeneinander lebend wissen, hieß es in früheren Sitzungen.

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Reyes nennt konkrete Zahlen: 32 der 72 Wohnungen sollen öffentlich gefördert und damit für Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein bezahlbar sein. Weitere 27 Wohnungen sind frei finanziert und drei werden dem betreuten Wohnen zugerechnet. Das Projekt kostet insgesamt 17 Millionen Euro, „doch dafür bekommen wir ja auch was Tolles“, sagt SWSG-Geschäftsführer Reyes.

Er betont, die Wohnungsbaugesellschaft müsse investieren, um überleben zu können. „Und die Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum ist immens, wir können uns vor Anfragen kaum retten“, sagt Reyes.

Landrat Thorsten Freudenberger rechnet vor, dass der Landkreis Neu-Ulm in den vergangenen sechs Jahren um 7500 Menschen gewachsen sei. Dass die Region attraktiv sei, sei schön, doch gerade dann brauche es auch mehr Wohnraum. „Das ist eine soziale Aufgabe, der wir Kommunalpolitiker gerecht werden müssen“, sagt Freudenberger. In Senden sei dies bereits gut umgesetzt, hier an der Herrenmühle werde nicht langweilig, sondern mit Köpfchen und differenziert gebaut.

Bürgermeister Raphael Bögge lobt vor Ort den dann neu gestalteten Eingangsbereich mit gemischter Wohnnutzung in Senden.

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