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Ulm

09.02.2016

Senioren auf Streifzug durch die digitale Welt

Vor allem an Senioren richtet sich die Frühjahrsakademie der Uni Ulm, die diesmal das Thema Digitalisierung und Technisierung behandelt.
Bild: Carmen Jaspersen, dpa (Symbolfoto)

Die Frühjahrsakademie an der Uni Ulm beleuchtet Themen wie Tablets, Datenschutz und Pflege-Roboter. Sie richtet sich vor allem an Senioren.

Unter dem Motto „GeWebte Gesellschaft“ stellt die nächste Frühjahrsakademie an der Universität Ulm verschiedene Seiten einer zunehmend digitalisierten und technisierten Welt dar. Im Mittelpunkt steht die Frage: „Digitalisiert, vernetzt und produktiv – aber wo bleibt der Mensch?“ Die Weiterbildungswoche findet von 14. bis 18. März auf dem Oberen Eselsberg statt. Sie richtet sich in erster Linie an Senioren, mitmachen kann aber jeder. Eine Anmeldung für die komplette Woche mit Vorträgen, Workshops und Mittwochsangeboten ist bis Freitag, 19. Februar, möglich. Tageskarten für einzelne Veranstaltungen sind auch kurzfristig erhältlich. Der Veranstalter, das Zentrum für Allgemeine und Wissenschaftliche Weiterbildung (Zawiw), rechnet mit etwa 500 Teilnehmern. Erfahrungsgemäß kommt jeweils etwa ein Drittel aus Ulm und dem Kreis Neu-Ulm, der Rest aus dem Alb-Donau-Kreis und dem weiteren Umfeld. Manche Teilnehmer reisen sogar aus dem Ausland an.

Professor Mischa Seiter von der Uni Ulm spricht zur Eröffnung der Frühjahrsakademie am Montag, 14. März, über die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Wirtschaft und erläutert, warum und wie Unternehmen Daten sammeln, auswerten und weiterverarbeiten. Moderiert wird der Auftakt von Uni-Präsident Michael Weber. Professor Stefan Selke von der Hochschule Furtwangen befasst sich in seinem Vortrag am Tag darauf mit Fitness-Armbändern, Selbstprotokollierungsprogrammen und anderen Anwendungen, mit denen Menschen sich heute beobachten, vermessen und kontrollieren. Er sagt: „Warum wir unser Leben nicht digitalen Technologien überlassen sollten.“

Die Technisierung und der verstärkte Einsatz von Robotern in der Pflege ist das Thema von Professorin Bettina-Johanna Krings aus Karlsruhe. Sie wird vor allem auf die Frage eingehen: „Was ist ethisch vertretbar?“, erläutert Zawiw-Geschäftsführer Markus Marquard. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von Service-Robotern, die das Personal entlasten sollen, sondern auch um fragwürdige Entwicklungen wie den Robbenroboter Paro, zu dem alte und demente Menschen eine emotionale Beziehung aufbauen sollen. Weitere Schwerpunkte der Vorträge sind das Bewahren digitaler Artefakte und Systeme im Laufe der Jahrzehnte („Erhalten oder Löschen?“), über das Professor Wolfgang Coy aus Berlin spricht, und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Datenschutz durch Professor Günter Müller aus Freiburg.

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Auch in den Workshops geht es teilweise um das Thema „digitale Welt“. Die Teilnehmer können beispielsweise den Umgang mit Tablets üben, eigene Apps programmieren und sich über das Betriebssystem Linux informieren. „Wir haben schon viele positive Rückmeldungen erhalten“, sagte Erwin Hutterer, stellvertretender Geschäftsführer und verantwortlich für die Organisation der Akademiewochen. „Es gibt ein großes Interesse an den technischen Angeboten.“ Die Bandbreite in den 30 Arbeitsgruppen geht aber deutlich darüber hinaus: Sie reicht von „Kommunikation im Tierreich“ bis „Geschichte der Psychiatrie“.

Anmeldung: Über das Formular im Programmheft oder online unter der Adressezawiw.de

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