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Plan

21.10.2020

Seniorenwohnungen für Weißenhorn

Auf dem Areal am Rande der Hasenwiese in Weißenhorn sollen 47 Seniorenwohnungen und eine Tagespflege entstehen.
Bild: Angela Häusler

Der Bauausschuss stimmt für ein Projekt der Caritas. Demnach sollen auf der Hasenwiese Wohnungen und eine Tagespflege entstehen. Diskussionen gibt es aber wegen der Parkplätze

Eine Tagespflegeeinrichtung und 47 Seniorenwohnungen möchte die Caritas auf der Weißenhorner Hasenwiese errichten. Das noch verbliebene freie Teilstück der Wiese soll nach den am Montag im städtischen Bauausschuss diskutierten Plänen mit vier Gebäuden bebaut werden. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich zu.

Entstehen könnte auf dem Areal, das von Reichenbacher- und Bodelschwinghstraße begrenzt wird, ein Ensemble aus vier im Karree angeordneten Flachdach-Häusern. Sie sollen sowohl 47 Wohnungen für Senioren als auch eine kleine Tagespflege beherbergen. Außerdem sollen dort Carports in Holzständerbauweise und insgesamt 32 Parkplätze errichtet werden. Eingeplant ist ebenso ein öffentlich begehbarer Innenhof zwischen den Bauten, der künftig der Stadtgemeinschaft zur Verfügung stehen soll. Der Platz an exponierter Stelle innerhalb der Stadt ließe sich etwa als Generationentreffpunkt nutzen, heißt es in den Erläuterungen der Verwaltung dazu.

Bürgermeister Wolfgang Fendt sah das Vorhaben mit Wohlwollen: Es gebe in der Stadt immer wieder den Wunsch nach Tagespflegeplätzen, erklärte er, viele Bürger warteten schon darauf. Parteiübergreifend erklärten die Stadträte ihre Zustimmung zu dem Vorhaben, die Senioren-Einrichtungen zu schaffen. Doch einige Räte hatten arge Bedenken wegen der Parkplätze – sowohl, was deren Lage als auch, was die Anzahl betrifft.

Es dürfe nicht sein, dass die Parkflächen über den Gehweg angefahren werden, sagte etwa Ulrich Hoffmann (Grüne), denn durch die nahen Schulen seien dort viele Kinder unterwegs. Der Gehweg müsse daher nach innen verlegt werden, meinte Michael Schrodi ( CSU), es dürfe jedenfalls keine Gefährdung entstehen. „Ich hätte mir den Rest der Hasenwiese lieber noch aufgehoben“, meinte Jürgen Bischoff (Freie Wähler/WÜW), doch das Projekt sei eine gute Idee. Es seien allerdings viel zu wenige Parkplätze vorgesehen, „es sollte mindestens einer pro Wohnung sein, eher noch mehr“, meinte er. Das fanden auch andere Räte, schließlich parkten dort nicht nur mobile Bewohner, sondern auch noch Besucher. Außerdem beschäftige die Tagespflege Personal, das auch irgendwo parken müsse.

Die Planungen sähen aber deutlich mehr Stellplätze vor, als gesetzlich notwendig wären, hieß es vonseiten der Stadtverwaltung. Denn gemäß der geltenden Verordnung des Freistaats müssten pro Seniorenwohnung nur 0,2 Stellplätze eingerechnet werden. Die Anforderungen seien also mit 32 Parkplätzen mehr als erfüllt. Es wäre wohl besser, auf dem Areal die städtische Satzung für Wohnbau anzuwenden, meinte aber Bischoff.

Wo die Carports platziert werden sollen, sei im Plan nicht ersichtlich, kritisierte Schrodi außerdem. Die Ports dürften keinesfalls entlang der Bodelschwinghstraße gebaut werden, sagte der Bürgermeister. Das lasse sich aber mit dem Bauherrn noch vereinbaren. Wegen der Parkplätze wolle er die Pläne aber nicht ablehnen, denn die geltenden Vorschriften seien ja eingehalten, erklärte Franz-Josef Niebling (CSU).

Er schlug vor, im Beschluss vorzumerken, dass das Landratsamt bei seiner Prüfung des Antrags besonders genau sein soll und die Carports nicht an der Bodelschwinghstraße geplant werden dürfen. In dieser Form stimmte der Ausschuss mit 10 zu 5 Stimmen zu.

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