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Serie (4)
29.08.2019

Der Respekt vor dem Opernsänger

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Wie der Tenor Girard Rhoden weit weg von seiner Heimat USA zu einem erfüllten Künstlerleben gefunden hat

Die Deutschen? Die arbeiten doch dauernd. Stimmt nicht, findet Girard Rhoden. Eine solche Einschätzung würde er niemals unterschreiben, im Gegenteil: „Hier haben die Menschen eine gute Beziehung zum Leben. Hier kann man sich auch mal zurücklehnen, hier gibt es Urlaub und Pausen. Man kann auch mal ein Bierchen trinken, ohne an die Arbeit zu denken“, sagt er. Girard Rhoden kennt auch eine andere Art zu leben, denn er stammt aus den Vereinigten Staaten von Amerika, „wo die Leute arbeiten, wenn sie krank sind und nicht so viel Freizeit haben.“ In seine einstige Heimat möchte er nicht mehr zurückkehren, nur noch zu Besuchen. Dass er in Deutschland heimisch geworden ist, hat auch damit zu tun, wie ihm die Menschen hier begegnen, wenn sie erfahren, dass er Sänger ist: mit Respekt. In seinem früheren Leben war er das nicht gewohnt, denn da zählte nur der Erfolg. Den hat er, streng genommen, nur in begrenztem Maße: „Ich bin nicht berühmt, aber in Ulm bekannt.“ Und das ist eine ganze Menge, aber es war ein langer Weg.

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