
Sommer am See: Der Pfuhler See ist ein Paradies für die Kleinen

Plus Die Neu-Ulmer Zeitung und die Illertisser Zeitung waren im Rahmen der Serie "Sommer am See" zu Besuch am Pfuhler See. Viele Eltern nehmen lange Wege dorthin auf sich: Was den Badesee so geeignet für Kinder macht.
Zwei Kinder spielen ein Kartenspiel auf einer Picknickdecke, daneben stillt eine junge Mutter ihr Baby. Die kleinen Geschwister toben im seichten Wasser. Vor allem für Familien ist der Pfuhler See ein beliebtes Ausflugsziel. Es ist kurz nach 17 Uhr an einem Donnerstag und es hat immer noch schweißtreibende 31 Grad: perfektes Badeseewetter.
Sina Werner kommt mit ihrer Familie aus Günzburg, um an einer schattigen Stelle ihre Decke auszubreiten. Im Gepäck haben die drei das Sommeraccessoire dieses Jahres: ein pinkfarbener Flamingo. „Bei uns in der Region gibt es einfach nicht so schöne Seen“, sagt die 28-Jährige. Auch ihr Bruder ist mit seiner Familie dabei.
Viele Familien kommen von weiter her an den Pfuhler See
Die Werners kommen ursprünglich aus dem Landkreis Neu-Ulm und kennen und lieben den Pfuhler See schon seit Kindesalter. „Früher lagen wir immer auf der anderen Seite“, sagt die junge Mutter und lacht. Sie zeigt auf den gegenüberliegenden Abschnitt der Liegewiese bei den Volleyballfeldern, wo kinderlose Paare und Jugendliche ihre Handtücher ausgebreitet haben. „Aber mit Kindern ist es hier besser, vor allem der seichte Einstieg und der Nichtschwimmerbereich“, sagt Werner. Eine Schranke aus Holz markiert das seichte Ufer. In diesem Bereich muss Werner sich wenig Sorgen um ihren vierjährigen Sohn Ludwig machen. Am Ludwigsfelder See sei das anders, findet die 28-Jährige: „Den kann man mit kleinen Kindern vergessen.“ Den See in Illerzell hingegen findet sie auch gut.

Nach dem Badespaß holt sich die Familie auch gerne einmal Pommes oder Eis am Kiosk. Denn da sind sich Jung und Alt einig: Pommes beim Seebesuch müssen einfach sein. Die in Pfuhl sollen außerdem besonders gut sein.
Eine junge Mutter aus Oberelchingen wiegt ihre Tochter im Arm. „Wir kommen einmal die Woche her“, sagt sie. „Aber entspannen kann ich nur, wenn Freundinnen oder die Oma dabei sind.“ Ihr dreijähriger Sohn lugt hinter einer Keksverpackung hervor, die Mundwinkel voller Krümel. „Ganz allein könnte ich das nicht“, sagt sie. Die junge Frau war als Kind selbst oft am See: „Das ist für die Kleinen einfach ein Erlebnis.“ Seitdem habe sich allerdings viel verändert: „Der See ist viel schöner geworden und mit dem abgetrennten Uferbereich viel besser für Kinder geeignet.“
Auch junge Erwachsene sind gerne am Pfuhler See
Zwischen den stillenden Müttern, planschenden und Ball spielenden Kindern läuft eine Gruppe junger Erwachsener vorbei. Stört es sie, dass der See größtenteils von Familien mit Kleinkindern genutzt wird? Der 32-jährige Tobias aus Neu-Ulm sagt: „Nein, überhaupt nicht. Der See ist doch dafür da. Das wäre sonst so, als wenn man sich in der Ulmer Innenstadt über die Kneipen beschwert.“ Außerdem haben die jungen Erwachsenen genug Platz auf der anderen Seite der Liegewiese, beispielsweise beim Steg oder am Volleyballfeld, wo es ein bisschen ruhiger ist. In Pfuhl gehen die vier Freunde gerne baden, auch, weil der Radweg von Neu-Ulm nach Pfuhl sehr schön und gut ausgebaut sei. Und zufälligerweise liegt das Badeparadies bei einigen auch noch auf dem Rückweg von der Arbeitsstelle nach Hause.
Olga Saci und ihre kleine Tochter Jasmina genießen den Nichtschwimmerbereich. Das einjährige Mädchen sitzt im flachen Wasser und hat eine blaue Plastikschaufel in der Hand, die sie begeistert ins Nass klatscht. „Wir sind zum ersten Mal in Pfuhl – und für Jasmina ist es das allererste Mal überhaupt am See“, sagt die 35-Jährige aus Heidenheim und wirft einen Blick auf den tieferen Wasserbereich. Dort planschen ihre drei größeren Töchter und werfen sich einen pinkfarbenen Ball zu. Eine Bekannte schwärmte der Mutter von dem Badesee vor. Das kann sie jetzt nachempfinden: „Es ist wirklich wunderschön hier.“ Ihre Tochter Jasmina quietscht und gräbt ihre kleinen Zehen in den Sand. Saci sagt: „Sie liebt es total.“
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