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Stuttgart/Neu-Ulm

12.03.2017

Setra setzt Rekordmarke

Made in Neu-Ulm: Die Reisebusmarke Setra verbuchte im vergangenen Jahr einen historischen Rekordabsatz.
Bild: Daimler

Das Neu-Ulmer Evobus-Werk hat im vergangenen Jahr einen historischen Rekordabsatz verbucht. Welche Pläne die Daimler-Sparte für die nahe Zukunft hat.

Sehr positive Nachrichten für die Neu-Ulmer Reisebusmarke Setra hatte Hartmut Schick, Leiter der Abteilung „Daimler Buses“ im Stuttgarter Automobilkonzern, zu vermelden – auch für die Sparte selbst. Schick wörtlich: „Wir sind mit 6,2 Prozent Rendite der profitabelste Bushersteller der Welt.“

Mit weltweit 26226 abgesetzten Omnibuseinheiten (ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) – im Vorjahr waren es noch 28081 Einheiten – ist Daimler Buses von den Stückzahlen her gesehen nicht mehr Weltprimus, denn chinesische Hersteller produzieren inzwischen mehr Fahrzeuge. Aber von Umsatz, Marktdurchdringung und Technologie sind die Daimler Busse immer noch klar die Nummer 1. So ist Daimler Buses heute Marktführer in seinen Kernmärkten des Omnibusgeschäfts.

Die Marktanteile erreichen 30 Prozent in Europa, 40 Prozent in Mexiko, 58 Prozent in Brasilien sowie 56 Prozent in Argentinien. Im noch jungen Markt Asien konnten im Startjahr 2016 immerhin 1800 Komplettbusse abgesetzt werden. So konnte Daimler Buses trotz weltweit weiterhin sehr uneinheitlicher Märkte das Ergebnis um 28 Prozent auf 258 Millionen Euro (Vorjahr 202 Millionen Euro) steigern. Dies ist das beste Ergebnis der nunmehr 22-jährigen Evobus Geschichte.

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Das gute Komplettbusgeschäft in Westeuropa trug wesentlich zu diesem Erfolg bei. In Deutschland stiegen die Neuverkäufe um zehn Prozent auf 3100 Einheiten (Vorjahr 2800). Mit einem Marktanteil von 30 Prozent ist Evobus mit ihren Marken mit Abstand an der Spitzenposition im europäischen Busgeschäft – mit rund 3000 Auslieferungen aus dem Neu-Ulmer Omnibusmontagewerk verbuchte die Marke Setra dabei sogar einen historischen Rekordabsatz. Schick betonte: „Die heutige Setra Produktplattform ist das Beste, was es weltweit gibt.“

Und fast ein bisschen nebenbei klang durch, dass auch für 2017 noch Produktneuheiten bei Setra zu erwarten sind. Unter diesen Umständen wird die Mitarbeiterzahl in Neu-Ulm (3858) und Mannheim (3439) nach den Worten von Schick „stabil bleiben“.

Eine beträchtliche Dynamik kam für die Ulmer Traditionsmarke auch vom wachsenden Fernbusgeschäft mit 25,3 Millionen Reisenden, von denen 16,6 Millionen im Inland unterwegs waren. Der Absatz von „Bus-Store“ (Verwaltungssitz ebenfalls in Neu-Ulm), der Marke für Gebrauchtfahrzeuge, bewegte sich mit 1700 verkauften Einheiten auf Vorjahresniveau. Alles in allem zeigt diese gute Entwicklung aber auch, dass die vielfältigen Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre in allen Bereichen und Werken nunmehr positive Ergebnisse zeitigen.

Man sei mit der Bilanz zufrieden, so Schick: „Wir haben viel erreicht. Jetzt nutzen wir unsere starke Position und investieren bis 2018 weitere 600 Millionen Euro in die Zukunft der Bussparte.“ Das „einzigartige Produktportfolie“ wolle man weiterentwickeln. Zu den Projekten zählt der 2016 vorgestellte Mercedes-Benz Future Bus mit City-Pilot für teilautomatisiertes Fahren und der vollelektrische Stadtbus, der 2018 in Serie gehen soll. Neuheiten im Stadtbussektor, die schon in mehreren Verkehrsbetrieben laufen, sind der Großraum-Bus „Capa-City“, der 168 Personen Platz bietet, und der Mercedes-Benz Citaro als Erdgas-Variante NGT. Dieser Bus stößt bis zu zehn Prozent weniger CO2 als sein Diesel-Pedant aus. Immer mehr städtische Verkehrsbetriebe stellen ihre Flotten deshalb nach und nach auf Erdgas um. So sind beispielsweise in Madrid bereits über 80 dieser Busse im Einsatz, zu denen bis 2018 noch weitere 240 Fahrzeuge hinzukommen. Außerdem sind auch in Augsburg, Oldenburg und Toulouse Citaro NGT im täglichen Einsatz.

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