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Bluesfest

04.04.2011

Shakura meets Donna

Starke Lady im kurzen Rock: Shakura im Charivari.
Bild: Foto: köd

Starke Ladys live im Charivari

Ulm Shakura? Shakira? Nein, nicht der kolumbianische Popstar, mit dessen Namen man Shakura verwechseln könnte, sondern Shakura S´aida war mit ihrer Band und der jungen kanadischen Gitarristin Donna Grantis im Charivari: Zum 35. Ulmer Bluesfest kam die stimmgewaltige Sängerin – geboren in den USA, in Kanada und der Schweiz lebend – nach Ulm.

Schwerblütig, teils heftig rockend und hart, dann wieder soulig begeisterte sie das dicht stehende Publikum im Charivari, größtenteils im Alter der Grand Dame, die seit 30 Jahren in der kanadischen Musikszene aktiv ist. Was Shakura nicht davon abhält, Tina Turner ähnlich im ultrakurzen Ledermini mit rotem Mieder aufzutreten und schlüpfrigen „Body talk“ vor allem auf die Männer im Publikum wirken zu lassen.

Sympathische Mischung aus Deutsch und Südstaaten-Englisch

Shakura meets Donna

Shakura spielt gekonnt mit ihrem Sex-Appeal, kommuniziert mit ihrem Publikum in einer sympathischen Mischung aus Deutsch und kehligem Südstaaten-Englisch. Anfangs haben die meisten im Publikum Probleme, die mitunter recht deftig-vulgären englischen Idiome zu verstehen, aber non-verbal kommen sie dann ziemlich rasch bei den Zuhörern an.

Kraftvoll und mit enormer Bühnenpräsenz zelebriert Shakura ihre Love Songs, die manchmal auch Anti-Lovesongs sind, rät den Männern im Publikum, wie sie „Mrs Right“ finden – und den Frauen „Get yourself a Klavierstimmer“, denn der hat vielleicht mehr Gefühl als die meisten anderen, die umgekehrt Mrs Right suchen. Und für sich selbst singt Shakura mit voller kehlig-rauchiger Stimme „I´m not a gitchy girl“. Das hat sie, die schon mit Ruth Brown und Patti LaBelle sang, wohl auch nicht mehr nötig.

Bluestage: Nächsten Donnerstag kommt Big Daddy Wilson zum Bluesfest ins Charivari. Das aktuelle Album des schwergewichtigen Sängers aus North Carolina heißt „Love is the Key“.

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