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26.06.2009

Sichere Fahrt durch stürmische See

Neu-Ulm (heo) - Das letzte Jahr als Vorstand der Volksbank Neu-Ulm hatte sich Roland Pinsker möglicherweise etwas ruhiger vorgestellt. Dennoch zeigte sich der Bankdirektor, der am Sonntag seinen 65. Geburtstag feiert und sich und in den Ruhestand verabschiedet, zufrieden mit einem "trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erfolgreichen Jahr".

Unterm Strich - nach Abzug von Rücklagen, Steuern, Dividende - verdiente die Bank 452 000 Euro. "Ein gutes Ergebnis", betonten die Vorstände Pinsker, Werner Deubel und Pinsker-Nachfolger Steffen Fromm unisono im Vorfeld der gestrigen Vertreterversammlung.

Die Bank sei für die Wirtschaftskrise bestens gewappnet und habe "viel Speck auf den Rippen". "Von einer Kreditklemme wissen wir nur aus den Medien", sagte Werner Deubel. Es könnten problemlos alle Kreditwünsche der traditionell aus dem Handwerk und mittelständischen Bereich stammenden Kundschaft erfüllt werden.

Die Krise ist dennoch nicht gänzlich spurlos an der Volksbank vorbei gegangen: 1,7 Millionen Euro wurden als Abschreibung in die Bücher geschrieben. Doch sei diese Summe, die sich aus im Wert gefallenen europäischen Papieren ergebe, nicht verloren. Nach Überzeugung der Vorstände ist zu erwarten, dass sich die Anlagen in drei bis vier Jahren wieder erholt hätten. Trotz Krise konnte das Eigenkapital aufgestockt werden.

Sichere Fahrt durch stürmische See

Fast 600 Millionen

Im Geschäftsjahr 2008 habe die Volksbank Neu-Ulm ein über dem Vorjahr liegendes Wachstum verzeichnet. Sowohl bei Bilanzsumme (2,9 Prozent), Einlagen (3,3 Prozent) und vergebenen Krediten (4,2 Prozent) konnten Steigerungen verbucht werden. Das Vermögen ihrer Kunden, das die Volksbank Neu-Ulm verwaltet, stieg auf fast 600 Millionen Euro.

Die Bank wird von 12 651 Mitgliedern getragen und konnte im vergangenen Jahr 457 neue Mitglieder gewinnen (Nettozuwachs von 119).

Wie Werner Deubel betonte, gebe es keinerlei Überlegungen, das Filialnetz von elf Geschäftsstellen auszudünnen. Auch eine Fusion mit anderen Volksbanken aus dem Landkreis sei "kein Thema".

Bankdirektor Werner Deubel blickt verhalten optimistisch in die Zukunft: "Die Wirtschaft hat die Talsohle erreicht." Es sei erkennbar, dass Firmen im Landkreis zunehmend investieren würden. Für das laufende Jahr erwarte er ein gutes Ergebnis mit "moderatem Wachstum" des Geschäfts der Volksbank Neu-Ulm.

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