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Bau

26.09.2018

Sie sind die Energiesparmeister des Landkreises

Das Siegergebäude von der Gartenseite aus: (im Vordergrund von links) Bernd Hullak, Sandra Wiedenmann (beide Architekten), Christian Epple und Sonja Epple (beide Bewohner). <b>Foto: Jürgen Bigelmayr/Landratsamt Neu-Ulm</b>
Bild: Jürgen Bigelmayr/Landratsamt Neu-Ulm

Familie Epple aus Finningen hat ihr Zuhause vorbildlich energetisch sanieren lassen – und dafür einen Preis erhalten

Finningen Sonja und Christian Epple sind sich einig: „Wir kommen gerne heim.“ Und dabei, da sind sie sich auch sicher, sprechen sie auch für ihre drei Töchter – die zwölfjährige Emilia, die achtjährige Maike (8) und die zweijährige Sophia. Denn in Finningen hat sich die Familie eine regelrechte kleine Wohlfühloase aufgebaut. Hier können die viel beschäftigten Mitinhaber des örtlichen Gasthofes und Hotels Hirsch ihre Akkus aufladen. Es ist ein Haus, das nicht nur ein hervorragendes Raumklima aufweist, sondern auch das Weltklima und die Energieressourcen der Erde schont. Dafür wurden Sonja und Christian Epple als „Energiesparmeister“ des Landkreises Neu-Ulm ausgezeichnet. Florian Drollinger, Klimaschutzmanager am Landratsamt, überreichte dem Ehepaar anlässlich der Bayerischen Klimawoche den mit 2500 Euro dotierten Bauherrenpreis.

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Seit 2001 wohnt das Ehepaar Epple im ehemaligen Elternhaus der Frau im Birkenweg 1 in Finningen. Als nach und nach die Kinder auf die Welt kamen, wurde die Doppelhaushälfte zu klein. Die Familie kaufte deshalb die nachbarliche Doppelhaushälfte (Birkenweg 3), die inzwischen leer stand. Doch bewohnbar waren die Räume nicht mehr, wie ein Gutachter feststellte: Das Mauerwerk war feucht, die Baukonstruktion marode, die gebäudetechnische Ausstattung sehr veraltet. Deshalb ließen die Epples den zugekauften Bauteil komplett abreißen und an dessen Stelle einen Anbau neu errichten.

Den Auftrag vergaben sie an die Firma Hullak Rannow Architekten aus Ulm, die das nachhaltige Bauen als einen Tätigkeitsschwerpunkt hat. Die Bauplaner gliederten dem Bestandsgebäude einen Neubau im Westen an, der – so sagt Architektin Sandra Wiedenmann – „sich um das bisherige Einfamilienhaus schmiegt“. Im Untergeschoss wurden die Bodenplatte und die Stahlbetonwände gedämmt. Das Erdgeschoss und das Obergeschoss bestehen komplett aus Holzfertigteilen. „Holz ist einer der energieeffizientesten und klimafreundlichsten Baustoffe“, sagt Bernd Hullak, Mitinhaber des Architekturbüros. Die Trägerkonstruktion wurde nach außen hin gedämmt und mit Fassadenplatten verkleidet. Die Fenster im Neubau sind alle dreifach verglast.

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In der weitergenutzten Wohnhaushälfte wurden unter anderem die Außenwände des Untergeschosses gegen das Erdreich abgedichtet und gedämmt. Im Erdgeschoss brachten die Bauarbeiter ein Wärmedämmverbundsystem an. Der modernisierte alte und der neu gebaute Gebäudeteil erhielten eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Zudem wurde eine Photovoltaikanlage installiert.

In nur einem halben Jahr war der Bau fertig. Das sei auch das Verdienst der geschickten und zuverlässigen Handwerker, lobt Projektleiterin Wiedenmann. „Alle kommen aus unserem Landkreis. Darauf haben wir Wert gelegt“, ergänzt Christian Epple.

Hier, in diesem Anwesen, zu dem auch eine Einliegerwohnung, Garage, Treppenterrasse und ein schöner Garten gehören, fühlen sich die Epples wohl. Die Investition hat sich also gelohnt? „Wir würden es sofort wieder machen“, antwortet Christian Epple – „wegen der Wohnqualität, aber auch dem Klimaschutz zuliebe.“ (az)

Kontakt Wer sich auch mit einem Projekt am Energiesparmeister-Wettbewerb beteiligen möchte, kann sich mit dem Klimaschutzmanager des Landkreises Neu-Ulm, Florian Drollinger, in Verbindung setzen, unter der Telefonnummer 0731/7040-3220 oder per E-Mail an florian.drollinger@lra.neu-ulm.de

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