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20.04.2015

„Singen macht Spaß“ – auch in Neu-Ulm

Zwei offene Chorabende in der Musikschule sollen Menschen für den Chorgesang begeistern

Wenn Gisela Kloos-Prantner aus der Chorprobe kommt, sind alle Alltagssorgen wie weggefegt. „Ich fühle mich dann frei und erleichtert“, sagt die begeisterte Sängerin und Chorleiterin. Etwas von diesem Hochgefühl will sie nun an auch Menschen vermitteln, die bisher nichts mit Chorgesang zu tun hatten. Unter dem Motto „Singen macht Spaß“ veranstalten der Chorverband Bayerisch-Schwaben und der Iller-Roth-Günz-Sängerkreis zwei offene Chorabende im Dr.-Joachim-Keller-Saal der Musikschule Neu-Ulm. Termine sind Donnerstag, 23., und Mittwoch 29. April, jeweils um 19 Uhr. Den ersten leitet Kreischor-Leiter Markus Romes, den zweiten Kloos-Prantner.

Neu ist das Konzept nicht: Schon im Frühjahr 2013 gingen Chorverband und Sängerkreis unter demselben Motto in Pfuhl und Illertissen auf Stimmenfang, 2014 auch in Weißenhorn. Nun soll die Botschaft „Singen macht Spaß“ auch in der Neu-Ulmer Innenstadt verbreitet werden – eine Idee, die beim 125-Jährigen der Sängergesellschaft Neu-Ulm geboren wurde. Damals, erinnert sich Stadträtin und Sängerkreis-Aktivistin Gabriele Salzmann, hätten gleich mehrere Redner den Nachwuchsmangel bei den Chören beklagt. Noch am selben Abend sei sie daraufhin auf Oberbürgermeister Gerold Noerenberg zugegangen. Salzmann: „Ich finde, die Neu-Ulmer sollten wieder singen.“

Die beiden kostenlosen Schnupperabende sollen dazu Gelegenheit bieten – ganz ohne Zwang oder Druck. „Singen macht Spaß“ versteht sich als niederschwelliges Angebot und richtet sich ausdrücklich an Menschen, die noch nie oder schon lange nicht mehr mit anderen gesungen haben. In lockerer Atmosphäre sollen die Teilnehmer ihre Stimme kennenlernen und gerne auch Kontakte knüpfen – zu anderen Sängern, aber auch zu den Chören. Diese decken laut Torsten Grobecker, geschäftsführender Vorsitzender im Iller-Roth-Günz-Sängerkreis, ein breites Spektrum ab. „Bei uns gibt es nicht nur Volkslieder, sondern unendlich viele Stilrichtungen.“ Bei den bisherigen Veranstaltungen der Reihe waren die Teilnehmer überwiegend zwischen 40 und 60 Jahre alt. Diese Zielgruppe steht erneut im Fokus, aber auch jüngere und ältere sind bei den Terminen willkommen. Die Teilnahme lohnt sich, sagt Gerhard Leopold, Vizepräsident des Chorverbands: „Das Singen ist eine Möglichkeit, Menschen kennenzulernen und etwas miteinander zu unternehmen.“ Singen macht eben nicht nur Spaß – sondern auch Freunde. (mgo)

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