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Ulm

24.04.2019

Software-Riese Transporeon zieht auf Klinik-Areal

Das Stadtregal, derzeit Firmensitz von Transporeon.
Bild: Transporeon

Anfang des Jahres ist ein neuer Mehrheitseigner beim Ulmer Dienstleister eingestiegen, jetzt wollen die Gründer einen neuen Firmensitz bauen.

Transporeon wächst und wächst. Das Ulmer Unternehmen bietet Software-Anwendungen für Logistikunternehmen an und ist Marktführer in diesem Segment. Rund 600 Mitarbeiter beschäftigt der Dienstleiter, der in Europa Industrie- und Handelsunternehmen mit ihren Logistikdienstleistern vernetzt. Etwa die Hälfte der Angestellten arbeiten am Hauptsitz in Ulm. Diese Mitarbeiter sollen ihre Schreibtische in Zukunft in einem neuen Gebäude haben, das am Safranberg entstehen wird. Der Ulmer Bauausschuss hat den Bebauungsplan einstimmig beschlossen. Als Nächstes werden Bürger, Behörden, Verbände und Versorgungsunternehmen einbezogen. Die Investoren wollen noch im Lauf des Jahres mit dem Bau beginnen. Ein Plan, den Baubürgermeister Tim von Winning als ambitioniert bezeichnete.

Der sechs Stockwerke hohe Neubau ist allerdings kein Projekt des Ulmer Unternehmens Transporeon. Am Leimgrubenweg auf dem Areal der Alten Chirurgie investieren die Firmengründer. Der große Software-Dienstleiter soll lediglich als Mieter in das Gebäude einziehen, berichtete der Baubürgermeister in der Bauausschusssitzung vor den Osterferien. Sorgen, dass das Unternehmen vor dem Umzug einen Rückzieher macht, habe er nicht. Niemand gehe ein so großes Projekt an, ohne die Sicherheit zu haben, dass die Räume auch genutzt werden. Mehrheitseigner des Software-Dienstleisters ist der Finanzinvestor Hg, der Anfang des Jahres die Anteile von TPG Capital übernahm (Hier erfahren Sie mehr zum Einstieg des Investors). „Aus unserer Sicht verändert sich dadurch nichts“, sagte von Winning zum jüngsten Eigentümerwechsel.

Software-Dienstleister Transporeon will innerhalb der Stadt Ulm umziehen

Optisch soll das Gebäude, in dem überwiegend Büros untergebracht werden, an das Stadtregal in Söflingen erinnern. Das mehrfach ausgezeichnete Gebäude ist vor sechs Jahren fertiggestellt worden, inzwischen genügt der Platz für Transporeon nicht mehr. Der IT-Dienstleister hat seine Mitarbeiter nicht nur im Stadtregal, sondern auch in umliegenden Gebäuden untergebracht. In Zukunft sollen alle unter einem Dach arbeiten.

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Rund um den neuen Firmensitz entstehen vornehmlich Wohnhäuser. Das Areal am Safranberg war bis 2012 Klinikgelände, dann zog die Chirurgie von dort auf den Eselsberg. Das Grundstück ist rund 4700 Quadratmeter groß, das neue Bürogebäude ist nicht nur lang gezogen, sondern auch 23 Meter hoch. Doch die nahe gelegene Frauenklinik ist noch ein ganzes Stück größer und steht zudem auf dem höher gelegenen Michelsberg. Daher empfinden Stadtverwaltung und Räte den neuen Transporeon-Sitz nicht als zu wuchtig. Die Pläne für den Umzug gab es schon länger. Hier lesen Sie mehr darüber.

Ins neue Transporeon-Gebäude am Safranberg soll auch ein Bäcker einziehen

Die nötigen Parkplätze entstehen in einer Garage im Erdgeschoss und in zwei Kellergeschossen. Zudem soll westlich des neuen Transporeon-Grundstücks ein Parkplatz mit rund 80 Stellplätzen angelegt werden, zwischen denen Bäume gepflanzt werden sollen. Weitere Autos könnten auf dem Parkplatz Stockmahd bei der Donauhalle geparkt werden, sofern Bedarf besteht. Doch diese Anlage könnte in Zukunft deutlich kleiner werden: Die Stadt möchte dort ein neues Wohngebiet entwickeln.

Der Transporeon-Neubau wird kein reines Bürogebäude. Ins Erdgeschoss soll ein Laden einziehen. Wer die Fläche nutzen wird, ist noch unklar. Etwas anderes als eine Bäckerei sei aber kaum vorstellbar, schilderte von Winning. Von der Fassade des Gebäudes verspricht sich der Baubürgermeister viel. Das Münchner Büro Allmann Sattler Wappner, das sich im aufwendigen Architektenwettbewerb durchgesetzt hat, sei ein sehr gutes.

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