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Ausstellung

27.05.2013

Soziales Kunstevent in Halle 23

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2 Bilder
Organisatorin Dagmar Berg eröffnete die Ausstellung.

Beim zweiten Teil von „Artists for Freedom“ hoffen die Organisatoren auf viel Geld für die Kinderonkologie

Ulm Dagmar Berg war begeistert: „Nur dank des Engagements der Künstler ist eine solche Veranstaltung möglich“, sagte die Organisatorin bei der Eröffnung des zweiten Ausstellungsblocks von „Artists für Freedom“ (AFF) im Stadtregal. Die Organisatorin und Initiatorin, die in Ulm über 30 Jahre als Chirurgin tätig war und die Gefäßklinik in Blaustein leitete, war in der etwas chaotischen Vernissage voll des Lobes für die 50 Künstler: „Die Künstler engagieren sich hier in ganz besonderer Weise, das sollte honoriert werden.“

Bilder hängen an schwebenden Wänden

Kamen zur ersten Eröffnung Anfang April noch rund 400 Besucher, so tummelte sich bei der Eröffnung des zweiten Durchgangs nur noch die Hälfte – woran das eiskalte Schmuddelwetter sicher Anteil hatte. An Konzept und Zusammensetzung hat sich im zweiten Durchgang nicht viel geändert – in der naturbelassenen Halle 23 tragen mit Ketten abgehängte Traversen die für „Artists for Freedom“ typischen „schwebenden Wände“, an denen die Bilder hängen. Unverändert begrüßen die weißen Körperabgüsse von Künstlergilde-Chef Raimund Schneider den Besucher am Eingang, locken die 3-D-Projektionen von Ulf König im Kellerkino.

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2000 Besucher hatten den ersten Ausstellungsblock besucht, der bis Mitte Mai zu sehen war. Dabei sollte das Publikum auch über Lieblingskünstler und -kunstwerke abstimmen. Die Wahl fiel auf Theo Hues, der mit großformatigen Fotocollagen hintergründig politische und soziale Brennpunkte thematisiert. So ist von Hues in der aktuellen Ausstellung unter anderem auch ein Obama-Porträt zu sehen, das aus winzigen Abbildungen der US-Fahne zusammengesetzt ist. Aus dem Hintergrund blickt Martin Luther King auf den ersten schwarzen US-Präsidenten.

In den kabinettartigen Zwischenräumen der schwebenden Wände tummeln sich Malerei, Grafik, Digital Art, Collage und Fotografie. Viel Platz gibt es für Experimentelles, Gewagtes, Skurriles. Die Synthese aus bewährten Positionen der bildenden Kunst und spielerischen Ansätzen, die auch Hobbykünstler zur Teilnahme zuließ, steht wieder ganz im Zeichen des guten Zwecks. Pro verkauftem Kunstwerk gehen 20 Prozent des Erlöses an die Kinderkrebsstation der Uniklinik Ulm, insbesondere an das kunsttherapeutische Angebot, das Sabine Hartmann leitet. „Das Miteinander am Maltisch ist ein wichtiger Ersatz für das Draußensein, es hilft gegen die tiefen Täler, durch die die Kinder in der Therapie durch müssen“, sagt die Kunsttherapeutin.

Der erste Ausstellungsblock erlöste 2500 Euro, Dagmar Berg möchte bis zum Finale von AFF 5000 Euro zusammenbekommen. Dazu hat sie sich zusammen mit den Ulmer Helfern einiges einfallen lassen. So wird Auktionatorin Susanne Rothfuss am Mittwoch, 12. Juni, ab 18 Uhr Bilder versteigern, die von den teilnehmenden Künstlern gespendet wurden. „Da können sie echte Schnäppchen machen“, schwärmt Berg. Soziales Engagement und Kunst gehören in Halle 23 einfach zusammen. Das war dem Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner gerne die Schirmherrschaft wert.

Und als Zweite Vorsitzende des gemeinnützigen AFF-Vereines kündigte Berg an: „Wir werden im nächsten Jahr wieder eine Ausstellung in Ulm machen!“

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