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Helferprojekt

19.02.2015

Sozialpaten gesucht

Christine Dirr

Initiative gegen die wachsende Armut für zwei Jahre gesichert

Noch im vergangenen Jahr hatte Sozialpädagogin Christine Dirr von der Diakonie um die Weiterfinanzierung ihres Anliegens gebangt – nun ist klar: Auch für die kommenden zwei Jahre ist das Projekt „Sozialpaten – gemeinsam gegen Armut“ gesichert. Noch im Februar werden weitere Freiwillige gesucht, die andere Menschen in schwierigen Situationen unterstützen möchten. Ob die Stadt Senden das Vorhaben mitfinanziert, soll der Stadtrat im März entscheiden.

Seit dem Start des Projekts haben sich bereits 15 Frauen und Männer aus Senden und Weißenhorn als Sozialpaten bei der Betreuung von hilfsbedürftigen Familien oder Einzelpersonen engagiert, berichtet Christine Dirr, die für die Unterstützung der freiwilligen Helfer verantwortlich ist.

Einige der Ehrenamtlichen seien kontinuierlich, andere wiederum nur über bestimmte Zeiträume mit dabei, sowohl Rentner als auch Berufstätige sind unter den Ehrenamtlichen. Wie oft und in welchen Bereichen sie sich engagieren möchten, können die Freiwilligen selbst bestimmen, betont Dirr. Derzeit macht sich beispielsweise ein Helfer mit wöchentlichen Sprachkursen für Einwanderer stark, während sich andere Ehrenamtliche für ein Schulkind einsetzen oder Bedürftige beim Einkauf unterstützen. „Die Sozialpaten helfen vielfach bei kleinen, für die Betroffenen aber sehr wichtigen Aufgaben“, erklärt Christine Dirr. Sie würde sich nun über weitere Interessenten freuen, die mit anpacken wollen.

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Und künftig könnte sich aus der unlängst neu geknüpften Verbindung zur von Diakonie und Caritas getragenen Wohnungslosenhilfe ein weiteres Betätigungsfeld für die Sozialpaten ergeben.

Möglich wäre etwa, dass die Helfer Obdachlose bei der Wohnungssuche unterstützen, indem sie nach entsprechenden, günstigen Wohnungsangeboten Ausschau halten.

Auf ihre Aufgaben vorbereitet werden die Helfer an sechs Abenden, bei denen sie sich mit Vertretern der Diakonie für ihre Tätigkeit wichtigen Themenbereichen von Kommunikation bis Sozialrecht widmen.

Noch Ende 2014 hatten die Verantwortlichen um die Fortführung ihres Projekts gebangt. Bislang hatten die Evangelische Landeskirche in Bayern und das Diakonische Werk Bayern den Einsatz der Sozialpaten über die Initiative „fördern – initiativ werden – teilhaben“ finanziert. Sie wurde im Sommer 2011 mit dem Ziel gestartet, der wachsenden Armut entgegenzuwirken. Die Landeskirche entschied Ende des Jahres, erneut einen Zuschuss zu gewähren, ebenso hat der Weißenhorner Stadtrat bereits finanzielle Unterstützung der Kommune zugesichert. Nun steht noch die Sendener Entscheidung aus, die voraussichtlich im Rahmen der Haushaltsberatungen fallen wird.

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