Newsticker

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Spenden gehen nach Brandenburg

Religion

07.11.2017

Spenden gehen nach Brandenburg

Das Ehepaar Beate und Hans-Martin Richter kaufte die ehemalige katholische Kirche.
Bild: St. Bernhard

Das Geld, das beim Festgottesdienst in der Seehalle gesammelt wurde, soll einem Kirchengründungsprojekt zugutekommen. Dessen Initiator hat einen engen Bezug zu Pfuhl

Etwas mehr als 3300 Euro sind beim Festgottesdienst zum Abschluss des Lutherjahres in der Pfuhler Seehalle (wir berichteten) am Reformationstag gesammelt worden. Die Spendengelder fließen allesamt nach Brandenburg an der Havel für ein Kirchengründungsprojekt. Dazu hat das Ehepaar Beate und Hans-Martin Richter bereits für 60000 Euro ein Kirchlein gekauft und erste Veranstaltungen organisiert.

St. Bernhard soll zu einer Gemeinschaftskirche und einem christlichen Begegnungszentrum entwickelt werden, das alle Menschen der Umgebung erreicht – egal, ob sie konfessionell gebunden sind oder nicht, informierte der evangelische Pfarrer Robert Pitschak während des Christusfestes, das von der evangelischen Pfarrgemeinde und der Landeskirchlichen Gemeinschaft (EKG) Pfuhl in der Seehalle organisiert wurde. Nicht von ungefähr ging die Kollekte nach Brandenburg, denn Hans-Martin Richter hat einen sehr engen Bezug zur Kirche und zu Pfuhl: Er ist in der Pfuhler Jahnstraße aufgewachsen und seine Eltern waren Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde und der EKG.

Vormittags haben die Richters den sonntäglichen Gottesdienst besucht, nachmittags die Veranstaltungen der LKG. Das prägte den jungen Hans-Martin, der zunächst als Maschinenbautechniker in London arbeitete. Später stieg er aus diesem Berufsleben aus und entschied sich für eine theologische Ausbildung in der Schweiz. Dort lernte er auch seine spätere Frau Beate kennen, die in Stuttgart als Krankenschwester gearbeitet hatte. Nach dem neuen Berufsstart 1990 engagierten sich die Richters (sie haben zwei erwachsene Kinder) missionarisch unter anderem bei der Missionsgesellschaft OMF Deutschland und auch in Afrika.

Im Jahr 2014 begann eine neue Ära: Der 55-Jährige entdeckte im Internet das Verkaufsangebot der katholischen Kirche in Brandenburg, das das Ehepaar nach drei Jahren, vielen Diskussionen und Überlegungen kaufte. Dazu schrieb Anfang des Jahres die örtliche Presse in Brandenburg „… Reiche und Arme gaben finanzielle Mittel zum Kauf des Gotteshauses, das nun schuldenfrei erworben werden konnte“.

Mittlerweile fanden schon im Gemeindesaal erste Veranstaltungen statt, die Richters leben in Brandenburg und tatkräftige Mitstreiter krempeln die Ärmel hoch, nachdem 2015 der Verein „St. Bernhard – Gemeinschaftskirche Brandenburg“ gegründet wurde. Denn es fehlen noch viele Gelder und es gibt noch viel zu tun, um das Innenleben der maroden Kirche zu retten.

www.st-bernhard-brb.de

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren