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Unfall

24.01.2015

Spiel endet für kleinen Buben mit großen Schmerzen

Fünfjähriger bricht sich im Spieleland den Arm und verliert Zähne

Es sollte ein vergnüglicher Nachmittag am Nikolaustag des vergangenen Jahres werden, aber für einen fünfjährigen Buben aus Illertissen endete der Besuch in einem Sendener Spieleland mit großen Schmerzen. Jetzt geht es darum, ob die Haftpflichtversicherung des Unternehmens für den entstandenen Schaden aufkommt und bereit ist, Schmerzensgeld zu bezahlen. Aber nicht nur: Die Mutter des verunfallten Buben hat auch ein großes Interesse daran, dass sich solche Zwischenfälle nicht wiederholen.

Sie hat den Illertisser Rechtsanwalt Ulrich Sennert damit beauftragt, mit der Versicherung zu verhandeln. Die aber hat sich noch nicht abschließend geäußert zu dem Fall, der sich am 6. Dezember des vergangenen Jahres in dem Kinderspieleland abgespielt hat. Sennert schildert den Fall aus Sicht der Mutter des Buben und einer Tante, die zugegen war, als das Kind verunglückte.

Demnach hatte der Fünfjährige auf einem „Wabbelberg“ gespielt. Dabei handelt es sich um eine Art Hüpfburg. Der Untergrund der Kunststoffhülle ist mit Luft gefüllt und gibt beim Betreten nach. Zwei andere, etwas ältere und damit schwerere Buben seien auf den Wabbelberg gesprungen und hätten dadurch den fünfjährigen in die Luft katapultiert. Das Kind flog vor den Augen seiner Tante über eine Schutzbrüstung hinweg direkt auf einen Mann, der an dem Spielgerät vorbeigegangen war. Die Folgen waren für den Buben schlimm: Er brach sich den rechten Arm, zwei seiner Zähne brachen ab, ein dritter musste gezogen werden. Die Mutter des Fünfjährigen, die zwar nicht Augenzeugin des Unfalles war, aber anschließend ihr vor Schmerzen schreiendes Kind versorgen musste, erlitt einen Schock.

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Ein ähnliches Schicksal soll anderen Besuchern des Spielelandes erspart bleiben, hat sich die Mutter gesagt und deshalb Rechtsanwalt Sennert eingeschaltet. Der hat sich inzwischen an die Haftpflichtversicherung des Spielelandes gewandt und den entstandenen Schaden geltend gemacht. Noch habe sich die Versicherung nicht abschließend dazu geäußert, ob sie Kosten für die Arztbehandlungen und ein etwaiges Schmerzensgeld zahlen will. Die Assekuranz wolle zusätzliche Informationen zu dem Unfallgeschehen.

Wie Sennert weiter sagte, könnten die Kosten durchaus in den vierstelligen Bereich gehen. Er will nicht ausschließen, dass der Fall vor Gericht landet für den Fall, dass sich die Versicherung stur stellt und die Übernahme der Kosten verweigert. Nach Einschätzung des Juristen ist der Betreiber der Halle seiner Verkehrssicherungspflicht nicht in ausreichendem Umfang nachgekommen und seine Organisationspflichten nicht erfüllt. Am Tag des Unfalles sei in der großen Halle sehr viel los gewesen, aber am Wabbelberg sei niemand vom Aufsichtspersonal da gewesen.

Wie Sennert weiter sagte, geht es der Mutter des verunglückten Buben aber um mehr. Sie will erreichen, dass die Spielelandschaft ausreichend gesichert wird, damit solche schlimmen Unfälle in Zukunft die große Ausnahme bleiben.

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