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Neu-Ulm

10.09.2019

Spielzeit-Auftakt in Neu-Ulm: Lust auf die Bühne, Lust aufs Leben

Starten gemeinsam in die neue Saison: (von links) Claudia Riese, Melanie Schmidt und Heinz Koch.
Bild: Dagmar Hub

Das Theater Neu-Ulm plant fünf neue Produktionen in der Spielzeit 2019/20. Die erste Premiere der kleinen Komödie steht schon vor der Tür.

Die Begeisterung für die Bühne ist ungebrochen: Claudia Riese und Heinz Koch starten mit ihrem Theater Neu-Ulm diese Woche in die 23. Spielzeit, in die achte in der Hieber-Passage, wo das Theater der beiden Komödien-Spezialisten kleiner ist als früher im Konzertsaal. Über die Zukunft wollen beide nicht groß diskutieren. „Wir machen weiter, solang wir Lust dazu haben“, sagt Claudia Riese. Und die Lust ist zurück, nachdem sich Heinz Koch von einem im Oktober 2018 erlittenen schweren Herzinfarkt sehr gut erholt hat. Bereits im Februar stand er wieder auf der Bühne, in der Rolle des demenzkranken Großvaters in der Tragikomödie „Honig im Kopf“. „Die Rolle zu lernen, war für ihn wie ein Gesundbrunnen“, erzählt Riese staunend.

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Erste Premiere ist "Shirley Valentine" mit Melanie Schmidt

Fünf neue Produktionen wird es im ersten Halbjahr der Spielzeit 2019/20 im Theater Neu-Ulm zu sehen geben. Der Reigen beginnt am Freitag, 13. September, mit Willy Russels 1986 in Liverpool uraufgeführter Komödie „Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche“. Das Stück stand bereits 1995 auf dem Spielplan des Theaters Neu-Ulm. Regie führt Koch, in die Rolle der Shirley Valentine schlüpft Melanie Schmidt. Weitere Premieren sind Miro Gavrans Komödie „Die Puppe“ (8. November), Wolfgang Kohlhaases und Rita Zimmers „Fisch zu viert“ (20. Dezember, mit Claudia Riese), Nick Paynes „Konstellationen“, das in der vergangenen Spielzeit auch im Podium des Theaters Ulm lief (14. Februar 2020) und Peter Turrinis „Fremdenzimmer“ (28. Februar 2020, mit Heinz Koch). Als Stück für den Silvesterabend – mit zwei Aufführungen – haben Riese und Koch die rabenschwarze Krimikomödie „Fisch zu viert“ auf den Spielplan gesetzt.

Claudia Riese vermisst den Museumshof als Spielstätte

Was Claudia Riese bedauert: „Es ist schade, dass für uns der Innenhof des Edwin-Scharff-Museums durch den Umbau und den Cafébetrieb als Sommerspielstätte weggefallen ist.“ Schwierig sei es inzwischen auch geworden, Personal für die Nebentätigkeiten im Theater – wie die Arbeiten an der Theke oder als Beleuchter – zu finden. Finanziell bleibt alles beim Alten, so sehr, dass die Förderung der Stadt Neu-Ulm auch in den nächsten Jahren keinen Inflationsausgleich vorsieht und sich das Budget damit de facto reduziert. Gleichzeitig aber erfüllen Riese und Koch weiterhin alle Voraussetzungen für die Förderung durch das Land Bayern, das das Theater Neu-Ulm im vergangenen Jahr mit 48000 Euro unterstützte. Zu diesen Voraussetzungen gehören unter anderem 100 jährliche selbstgespielte Aufführungen.

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Was es an Gastspielen, Wiederaufnahmen und Stücken im Theater Neu-Ulm in den kommenden Monaten gibt, ist online zu finden. Unter den Gastspielen ist am Freitag, 25. Oktober, um 20 Uhr ein Abend mit dem Musikkabarett Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn bemerkenswert.

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