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27.06.2009

St. Dionysius trägt derzeit ein Netzkleid

Oberfahlheim (pfl) - Im grünen "Netzkleid" präsentiert sich zurzeit die katholische St. Dionysius-Kirche in Oberfahlheim. Für schätzungsweise 230 000 Euro wird die gesamte Außenfassade sowie das Dach des Gotteshauses saniert, informiert auf Anfrage Kirchenpfleger Erich Spann. Architekt Joachim Wolf aus Kissendorf geht davon aus, dass das Projekt bis Anfang September unter Dach und Fach sein wird.

Nach der großen Innensanierung der Kirche 2004 und 2005 soll nun das Äußere des Gotteshauses wieder erstrahlen. Das gesamte Dach des Langhauses sowie des Turmes wurde bereits mit Biberschwanzziegeln aus gebranntem Ton neu eingedeckt. Derzeit ist der Stukkateur mit Putzausbesserungen am Turm beschäftigt. "Dort sind doch erhebliche Schäden im Untergrund vorhanden", so Architekt Wolf. Außerdem mussten und müssen noch Profile und Simse repariert, die verfaulten Balken aus dem Turm-Dachstuhl, Fensterleibungen, Dachverbindungen und der Außenputz ausgebessert, erneuert beziehungsweise ausgewechselt werden. Welchen Anstrich das Gotteshaus erhält, wird in den nächsten Tagen entschieden. Denn bei der historischen Kirche hat das Landesamt für Denkmalschutz ein gewichtiges Wort mitzureden - auch beim Anstrich.

Seit 1958, so Wolf, war die Fassade einheitlich weiß. Entschieden werde jetzt zwischen zwei vorliegenden Befunden aus dem 15. beziehungsweise 19. Jahrhundert. Damals erstrahlte das Gotteshaus überwiegend in weiß, durchbrochen von Begleitstrichen in rot oder ocker an diversen Gliederungselementen.

Die auffallende, an den Künstler Christo erinnernde Netzverpackung wurde Wolf zufolge aus Sicherheitsgründen und zum Schutz für den neuen Anstrich angebracht.

Auch im Kircheninnern steht ein Gerüst. Gezwungenermaßen, denn bei den Dachdeckarbeiten drang Regen durch die Plastikabdeckung und beschädigte die Kirchendecke, sagt Erich Spann. Doch diese Kosten belasten die Pfarrgemeinde nicht. Belastet hat den Fortschritt der Bauarbeiten aber das unstete Wetter. Nun hofft Erich Spann, dass zumindest das Baugerüst in der Kirche bis zur Firmung im Juli entfernt werden kann. Zu der Kostenaufteilung berichtet der Kirchenpfleger: Der größte Teil komme von der bischöflichen Finanzkammer. "Die Kirchenverwaltung hat noch vor der Wirtschaftskrise das Projekt beantragt und genehmigt bekommen." Zugleich hoffe die Pfarrgemeinde auf Zuschüsse des Landkreises, der Gemeinde, des Bezirks und des Landesdenkmalamtes. Doch einige zehntausend Euro müsse die Pfarrei wohl noch selbst aufbringen.

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