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Pfaffenhofen

28.11.2018

St. Leonhard in Roth bekommt eine Frischekur

Die katholische Filialkirche St. Leonhard soll gründlich saniert werden.
Bild: Willi Baur

Das Kirchlein im Pfaffenhofer Ortsteil Roth wird im Jahr 2019 saniert. Die Marktgemeinde gewährt für das Projekt einen Zuschuss in zwei Raten.

Ein großes Projekt steht im Ortsteil Roth an: Auf 570000 Euro ist die Sanierung der katholischen Filialkirche St. Leonhard veranschlagt, die in der zweiten Jahreshälfte 2019 anlaufen soll. Zehn Prozent der tatsächlichen Renovierungskosten, also höchstens 57000 Euro, wird dazu der Markt beisteuern. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Der Betrag soll dem Baufortschritt gemäß jeweils hälftig in zwei Jahresraten überwiesen werden. „Das dürfte kein Problem sein, denn die Sanierung wird sicher länger dauern“, sagte Bürgermeister Josef Walz über den von der Katholischen Kirchenstiftung vorgelegten Antrag.

Ein Ingenieurbüro hat den baulichen Zustand untersucht

Demnach steht in der Tat eine umfangreiche Sanierung des Bauwerks an. Dies ist zwar Walz zufolge vor zehn Jahren schon einmal renoviert worden, „aber nur in optischer Hinsicht“. Jetzt sei der aktuelle bauliche Zustand der Kirche von einem Ingenieurbüro gründlich untersucht und dokumentiert worden.

Wie Pfarrer Reinfried Rimmel und Kirchenpfleger Wilhelm Mahler mitgeteilt hatten, werde die Diözese Augsburg „den weitaus größten Teil der benötigten Mittel bereitstellen“. Insgesamt weist der Finanzierungsplan dazu rund 323000 Euro aus. Weitere Zuschüsse erwartet die Pfarrei vom Landkreis Neu-Ulm, vom Bezirk Schwaben, vom Landesamt für Denkmalpflege und von der Bayerischen Landesstiftung.

Eigene Rücklagen in Höhe von 90000 Euro will die Kirchenstiftung ebenfalls einsetzen. Ihre Bitte an den Markt begründet sie unter anderem mit der „zentralen Bedeutung der Kirche für das religiöse Leben“, die ein sichtbares Wahrzeichen des Ortsteils sei, ferner ein bedeutsames und wertvolles Kulturgut des Ortes. „Wir sollten hier unseren Beitrag im üblichen Rahmen leisten“, schlug denn auch der Bürgermeister vor. Schließlich habe die weltliche Gemeinde in den vergangenen Jahren einige vergleichbare Maßnahmen unterstützt. Anerkennenswert sei überdies, dass sich die Kirchenstiftung „rührig und erfolgreich um die Einwerbung von Mitteln bemüht“ habe.

Markträte wünschen, Handwerker aus Pfaffenhofen zu beauftragen

Allerdings sei das mit knapp 28000 Euro selbst gesetzte Spendenziel sehr ehrgeizig gewählt, ergänzte Walz. „Ich hoffe nur, dass sich dem die Bürger Roths nicht verschließen werden.“

Das Gremium jedenfalls verschloss sich der Bitte nicht. Nur die Markträte Maximilian Spleiß und Franz Walk (beide FWG) drängten auf eine möglichst große Beteiligung örtlicher Handwerker an den Arbeiten. Walz und Bauamtsleiter Alexander Gehr indes verwiesen auf die Vergabevorschriften, an die auch die Kirchenstiftung als Körperschaft des öffentlichen Rechts gebunden sei. Zudem fänden sich für viele Gewerke überhaupt keine Firmen im Marktbereich – für Dachdeckerarbeiten etwa, Holzbegasungen oder Glockenrestaurierungen. Der Wunsch sei verständlich und berechtigt, befand Walz, ganz so akut aber eher nicht: „Momentan muss man doch froh sein, wenn ein Handwerker kommt.“

Mehr Berichte aus dem Marktgemeinderat Pfaffenhofen lesen Sie hier: Neue Lampen für den nördlichen Teil der Hauptstraße und Die Marktgemeinde will aufstocken für die Kinderbetreuung.

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