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10.03.2009

Stadt entschädigt Kleingärtner und hilft beim Rückbau der Kolonie

Weißenhorn (kr) - Wegen der (mittlerweile auf Eis gelegten) Expansionspläne der Firma Peri müssen Laubenpieper, die ihre Kleingärten bislang im Eschach hatten, an die Roggenburger Straße umsiedeln. Als Entschädigung für ihre Hütten, die einen Umzug zum größten Teil nicht überstehen werden, sowie für die Anpflanzungen auf den Parzellen zahlt die Stadt maximal 20 000 Euro.

Mit der Bereitstellung von Ersatzflächen, die für zehn Cent pro Quadratmeter und Jahr verpachtet werden, sowie mit der Entschädigung hat die Kommune den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben Genüge getan. Eine längere Diskussion entspann sich allerdings, als Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt vorgeschlagen hatte, den Eschach-Gärtnern sozusagen als freiwillige Leistung auch bei der Entsorgung von circa 25 Lauben behilflich zu sein. Am Ratstisch wurden Befürchtungen laut, dass der Rückbau der Parzellen zu einer kostspieligen Angelegenheit werden könnte, da einige Räte bei einem vor Sitzungsbeginn veranstalteten Ortstermin einiges an "Sondermüll" erspäht hatten - darunter "Badewannen" und "Asbestplatten".

Auf der anderen Seite stand die Sorge, dass eine Beseitigung der ausgedienten Hütten nicht ordnungsgemäß vorgenommen werden könnte. Bürgermeister Fendt prognostizierte für einen solchen Fall, dass die Eschach-Kleingärten in kürzester Zeit zu einer wilden Müllhalde umfunktioniert würden.

Ein Kompromiss zwischen Befürwortern und Gegnern einer freiwilligen städtischen Hilfe beim Rückbau der Kolonie konnte letztendlich nicht gefunden werden. Die Abstimmung ergab eine Mehrheit von 12 zu 9 Stimmen für die Befürworter einer kommunalen Assistenz.

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