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17.10.2012

Stadt will Campingplatz einrichten

Räte bejahen Idee, fordern aber Kontrolle

Weißenhorn Camper sollen in der Fuggerstadt demnächst Stellplätze für ihre Wohnmobile vorfinden: Gegenüber des Gasthauses Rose in Grafertshofen könnte dafür Raum geschaffen werden, war in einer Sitzung des Bauausschusses zu erfahren. Die Stadt will im Haushaltsplan für das kommende Jahr Gelder bereitstellen. Bürgermeister Wolfgang Fendt bezeichnete die Investition in der Ausschusssitzung als „sinnvoll“. Studien zum Tourismus zeigten, dass Camper Geld an ihren Standorten lassen. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten zu, verlangten aber gründliche Kontrollen: Dauergäste seien unerwünscht.

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Rat Michael Schrodi (CSU) wollte wissen, ob der Platz zu einer „Ersatz-Hasenwiese“ werden solle. „Wer kommt dahin und für wie lange?“ Seiner Ansicht nach sollte die Benutzung reglementiert werden. Ähnlich sah das Herbert Richter (SPD): „Es steht und fällt mit der Kontrolle der Zugänglichkeit.“ Er befürchtete einen „Effekt, den man nicht haben will“. Parteikollegin Petra Bohatsch riet, zu überlegen, wie attraktiv man den Platz gestalten wolle. In anderen Orten sei eine Standdauer auf zwei Tage begrenzt. Fendt gab zu bedenken, dass in Campingführern aufgelistet sei, welche Vorteile ein Platz biete.

Kein Tourismus ohne Platz für Wohnmobile?

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Stadtbaumeister Burkhard Günther gingen die Überlegungen mancher Räte zu weit: „Bisher geht es nur ums Grundsätzliche: Sollen wir Geld in den Haushalt einstellen?“ Alexander Engelhard (PWG) fand es „schade“, dass zu der „sehr guten Idee gleich wieder kritische Wortmeldungen kommen“. Aus seiner Sicht solle Weißenhorn einen Campingplatz anbieten können: „Man kann nicht Tourismus ankurbeln wollen und dann keinen Stellplatz haben.“

Im Etatplan für 2013 werden Gelder für einen Campingplatz eingeplant. Die Gestaltung soll dann erneut zur Sprache kommen. (caj)

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