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Neu-Ulm

08.06.2015

Stadtfest wird zum nassen Vergnügen

Seit Samstag fährt ein Inter City Express der Deutschen Bahn mit dem Namen „Neu-Ulm“ durch die Bundesrepublik. In seiner Patenstadt wird er jedoch nie mehr halten: Neu-Ulm hat keinen ICE-Halt.
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Seit Samstag fährt ein Inter City Express der Deutschen Bahn mit dem Namen „Neu-Ulm“ durch die Bundesrepublik. In seiner Patenstadt wird er jedoch nie mehr halten: Neu-Ulm hat keinen ICE-Halt.

Neu-Ulm bekommt seinen „eigenen“ ICE und feiert sich selbst mit tausenden Besuchern in der Innenstadt. Das Wetter spielt lange mit

Was mit einem Eimer Wasser aus der Donau begann, fand mit strömendem Regen vom Himmel sein jähes Ende: Das Neu-Ulmer Stadtfest lockte am Samstag bei herrlichstem Sommerwetter wieder Tausende Besucher an, ehe kurz vor dem geplanten Ende dann doch noch das erwartete Gewitter aufzog und sich die Innenstadt deutlich schneller leerte als ursprünglich angedacht.

Ähnlich rasant hatte die 37. Auflage des Stadtfestes am Mittag begonnen, als im Bahnhof ein Inter City Express (ICE) der Deutschen Bahn auf den Namen „ Neu-Ulm“ getauft wurde. Während Hochschulpräsidentin Uta M. Feser den Zug zur Feier des Tages mit Donauwasser begießen durfte, erkannte Zweiter Bürgermeister Albert Obert Parallelen zwischen dem bis zu 300 Stundenkilometer schnellen Gefährt und der „rasanten Entwicklung“ der Stadt Neu-Ulm. Bei dieser Gemeinsamkeit wird es vorerst allerdings bleiben müssen – ein ICE wird auch künftig nicht in Neu-Ulm halten.

Den Besuchern des Stadtfestes schien das redlich egal zu sein. Tagsüber strawanzten sie durch die Innenstadt und ließen sich vom kulinarischen Angebot inspirieren, bei Kindern sorgte insbesondere der Stand der Feuerwehr Hauptwache für beste Unterhaltung. Diese hatte einen ausrangierten Sprungretter zu einer riesigen Torwand umgebaut und sorgte bei Temperaturen um die 30 Grad mit ihren Wasserspielen mit dem Feuerwehrschlauch für die wohl größte Attraktion. „Für uns war das Stadtfest ein voller Erfolg“, sagte Jugendleiter Markus Holzinger.

Musikalisch lautete das Motto auf dem Petrusplatz „Raus aus der Jeans und rein in die Schlaghose“. Dieter Jürgens und seine Band spielten auf der großen Bühne bis spät in die Nacht die Hits der Siebziger. Gleich neben an, auf dem Johannesplatz sorgte die Stuttgarter Liveband N’Cognito für Feierlaune.

Nicht weit davon entfernt übernahmen unter anderem die Mitglieder der Tischtennisabteilung Ludwigsfeld die Getränkeversorgung der durstigen Gäste. Schon zum dritten Mal standen die Sportler beim Stadtfest hinter der Theke, um die Vereinskasse aufzufüllen. Auch wenn man mit vier Helfern ganz schön viel zu tun hätte, gab Florian Lippold zu, sei die Arbeit am Zapfhahn mal eine nette Abwechslung zum Training an der Tischtennisplatte.

Schon zum 37. Mal veranstalteten Neu-Ulmer Vereine und Organisationen das Fest, das weit über die Stadtgrenzen bekannt geworden ist: Aus Ravensburg ist eine neunköpfige Gruppe angereist, um den Junggesellinnenabschied ihrer Freundin auf dem Stadtfest zu feiern. Die Feiluftparty in Neu-Ulm hätte sich bereits vor drei Jahren bestens zu diesem Anlass bewährt. Schließlich sei die Braut immer noch glücklich verheiratet und hätte auch schon ihr erstes Kind, erzählt ihre Freundin. Damit sei der Ausflug an die Donaustadt eine beliebte Tradition geworden: „Alle Leute sind gut aufgelegt und kaufen uns widerspruchslos die kleinen Schnäpse und Süßigkeiten ab“, erzählt Claudia. Noch besser seien jedoch die vielen Bars und Stände, an denen Cocktails und Speisen verkauft werden.

Die kulinarische Bandbreite war groß. Knapp 20 Vereine beteiligten sich am Angebot mit Pizza, Gyros oder Brathähnchen. Musikalisch entsprechend zünftig begleiteten am Nachmittag die Stadtkapelle Neu-Ulm und die Feuerwehrkapelle Pfuhl die Gäste auf dem Rathausplatz. Hier ehrte Bürgermeister Obert wieder die Schützenkönige des Jahres. Den Wanderpokal erhielt in diesem Jahr Heiner Brodatzki vom SV Burlafingen, der mit einem 1,0 Teiler sprichwörtlich „ins Schwarze“ traf. Brigitte Sattler vom SV Tell Holzschwang wurde zur Damenkönigin gekrönt. Als Schützenkönig konnte sich Dieter Friedrich vom SV Finningen auszeichnen lassen. Bester Nachwuchs war Julius Groner vom SV Burlafingen.

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