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Neu-Ulm

20.01.2018

Starker Auftakt für Blasmusik-Kongress

Besondere Begegnung im Edwin-Scharff-Haus: Kreisverbands-Jugendblasorchester Ulm-Alb-Donau spielt die „Salamander Symphony“ des Holländers Jacob de Haan – und der Komponist dirigiert höchstselbst.
Bild: Wilhelm Schmid

Schon zum Start im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus gibt es gut besuchte Konzerte. Ein Jugendorchester genießt dabei eine besondere Ehre. 

Mit großem Publikumszuspruch hat der Internationale Blasmusikkongress IBK im Edwin-Scharff-Haus begonnen: Zum Programm gehören Workshops über eine Reihe blasmusikalischer Fachthemen, Vorträge, in denen die bekanntesten zeitgenössischen Komponisten Europas ihre Werke präsentieren und „Reading Sessions“, bei denen renommierte Dozenten mit einem „Übungsorchester“ neue Werke vorstellen oder über stilgerechtes Musizieren informieren. Dazu kommt eine Ausstellung, in der die bekanntesten Musikverlage und Instrumentenhersteller ihre Neuheiten präsentieren.

Alle, die sich im süddeutschen Raum und darüber hinaus für Blasmusik interessieren, haben ausgiebige Gelegenheit zur Information, zur Fortbildung und zum Meinungsaustausch. Die Themen reichen von den in jüngster Zeit groß aufkommenden „Bläserklassen“ oder stilgerechter Unterhaltungsmusik über ganz praktische Themen wie die richtige Pflege von Instrumenten bis hin zu Stilfragen des Dirigierens und zur Öffentlichkeitsarbeit.

Dazu fanden bereits am ersten Tag des Kongresses zwei hochwertige Konzerte großes Interesse: Das Kreisverbands-Jugendblasorchester Ulm-Alb-Donau (KVJBO), im Vorjahr Goldmedaillengewinner beim „World Music Contest“, der inoffiziellen Blasmusik-Weltmeisterschaft im holländischen Kerkrade, eröffnete unter Leitung seines Dirigenten Franco Hänle die Konzertreihe mit einer höchst beachtlichen Präsentation seines WM-Programms.

Hier fand insbesondere das Pflichtstück „Libertadores“ großen Anklang, aber auch die bekannten Konzertwerke wie „Incantation and Dance“, „Lincolnshire Posy“ und „Fluch der Karibik“ ließen durch ihre interpretatorische Qualität aufhorchen. Krönung dieses Konzertes war der Auftritt des bekannten niederländischen Komponisten Jacob de Haan am Dirigentenpult, der seine „Salamander Symphony“ mit dem KVJBO geradezu begeisternd zur Aufführung brachte.

Im zweiten Konzert des Abends trat mit der „Musique Militaire Grand-Ducale Luxembourg“ unter Leitung von Major Jean-Claude Braun die Militärkapelle des Großherzogtums auf, die wohl die renommierteste Einheit der 1100 Mann starken „Lëtzebuerger Arméi“ darstellen dürfte. Höhepunkt ihres Auftritts war das einleitende „Glorioso“, das der berühmte belgische Komponist Jan van der Roost – bei den hiesigen Blasorchestern unter anderem bekannt durch seinen Marsch „Arsenal“ und das Konzertwerk „Signature“ – selbst leitete. Am Freitagabend standen mit der „Bläserphilharmonie Wertingen“ eines der erfolgreichsten deutschen Laienblasorchester und mit der „Unío Musical Alqueriense“ ein renommiertes spanisches Orchester auf dem Programm.

Das äußerst vielseitige und hochwertige Programm des Blasmusikkongresses hat auch an diesem Wochenende noch einiges zu bieten. Neben dem erwähnten Rahmen mit Fortbildung und Ausstellung stehen noch folgende Konzerte auf dem Programm: Heute, Samstag, spielen das Voestalpine-Blasorchester mit Gastdirigent Thomas Doss und die Bläserphilharmonie Baden-Württemberg mit Toni Scholl. Das Abschlusskonzert am Sonntagmittag um 12 Uhr wird geboten vom Musikkorps der Bundeswehr, dem über die Fachwelt hinaus bestens bekannten Konzertorchester unter Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling, das in den vergangenen Jahren schon mehrfach in Senden aufgetreten ist.

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