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Ulm

10.06.2019

Stefanie Heinzmann im Ulmer Zelt: Eine liebenswerte Chaotin

Natürlich und sympathisch: Stefanie Heinzmann.
Bild: Andreas Brücken

Die Schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann erntet bei ihrem Auftritt im ausverkauften Ulmer Zelt begeisterten Applaus. Zwischendurch schickt sie einer Freundin Hochzeitsgrüße.

Castingstars sind arrogant, unfähig und kurzlebig – so das Vorurteil: Die rund 1000 Besucher im ausverkauften Ulmer Zelt können sich beim Konzert von Stefanie Heinzmann vom Gegenteil überzeugen. Die Sängerin wurde in einer Nachwuchsshow vor elf Jahren vom TV-Moderator Stefan Raab entdeckt.

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Mit einem sympathischen Lächeln betritt die vielleicht bekannteste Brillenträgerin der Schweiz die Bühne. Auf Ulm habe sie sich sehr gefreut, gesteht sie gleich zu Beginn. Vor drei Jahren gastierte die inzwischen 30-Jährige schon einmal in der Au. Die vielen freiwilligen Helfer des Festivals seien unheimlich nett, sagt Heinzmann und verrät, dass sie sich noch an die leckeren Mandeln und Cashewnüsse, die sie Backstage bekommen hatte, erinnere: „Ich bin deswegen mit dem Auto gekommen, um mir mehr davon mitnehmen zu können.“

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Das Leben ist ein Geschenk, sagt Stefanie Heinzmann

Viel braucht die Sängerin offenbar nicht, um glücklich zu sein. Doch hat sie in den vergangenen Jahren auch Phasen der Selbstzweifel durchgemacht. In vielen Songs verarbeitet sie dieses Thema, wie bei „Don’t Break Your Mothers Heart“: „Wer an sich zweifelt, weil er glaubt, er sei nicht hübsch genug, soll immer daran denken, dass er damit seine eigene Mutter verletzt“, erklärt die Sängerin. Stattdessen sei das Leben ein Geschenk, das man jeden Tag genießen solle.

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Ohnehin überschüttet die Sängerin ihr Publikum zwischen den Songs mit Worten: „Ich labere viel zu viel auf der Bühne“, ist ihre Erkenntnis. Doch das Publikum nimmt jede Ansage mit viel Beifall entgegen. Als Heinzmann ihr Handy zückt, um ihrer Freundin zur Hochzeit einen Gruß aus dem Zelt zu senden, unterstützen ihre Fans die Aktion mit tosendem Applaus. Beim ruhigen „Little Universe“ kehrt hingegen andächtige Stille im überfüllten Zelt ein.

Rund eineinhalb Stunden singt und tanzt Heinzmann zusammen mit ihrer Band, als ob sie sich zum Ziel gesetzt hat, absolut jeden Besucher in Begeisterung zu versetzen – was ihr auch nahezu gelingt. Die Besucher erleben keinen routinierten Vollprofi, sondern eine liebenswerte Chaotin, die schon mal den Text vergisst, aber mit großartiger Stimme ihr Herz ausschüttet.

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