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21.10.2017

Streit um Einfriedungen: Anlieger klagt

Dauerbrenner in Holzheim

Die laut Bebauungsplan unzulässigen Einfriedungen im Neubaugebiet am östlichen Ortsrand entwickeln sich offenbar zum kommunalpolitischen Dauerbrenner. Ein Fall beschäftigt jetzt auch das Verwaltungsgericht. In seiner Sitzung am Mittwoch hat der Gemeinderat nun vier weiteren sogenannten isolierten Befreiungen von den Vorgaben der Bauleitplanung zugestimmt. Die von den einzelnen Antragstellern gewünschten und bereits realisierten Einfriedungen bewegen sich allesamt innerhalb der mit dem Landratsamt vereinbarten Höhengrenze.

Diese Kompromisslösung, die wegen zahlreicher Abweichungen mit der Aufsichtsbehörde getroffen wurde, sieht, wie berichtet, eine maximale Sockelhöhe von 45 Zentimetern sowie eine auf einen Meter limitierte Zaunhöhe vor, muss allerdings von den Bauherren jeweils im Einzelfall beantragt werden. Demgegenüber verlangt der Bebauungsplan eine kleintiergängige Einfriedung, mithin ohne Sockel und mit einer Maximalhöhe von einem Meter. „Rund ein Drittel der Bauherren hat sich daran nicht gehalten“, teilte Bürgermeisterin Ursula Brauchle dem Gemeinderat mit. „Wir haben versucht alle anzuschreiben, die gegen die Vorgaben verstoßen haben.“ Aber dabei seien „nicht alle erwischt“ worden.

Bauamtsleiter Alexander Gehr zufolge sind bei dieser ersten Aktion zwölf Eigentümer angeschrieben worden, weitere sollen nach den Worten der Bürgermeisterin folgen. „Danach warten wir dann auf weitere Anträge.“ Wie Brauchle weiter berichtete, hat zwischenzeitlich ein Anlieger gegen die Gemeinde beim Verwaltungsgericht geklagt. Ein Ortstermin soll deswegen dieser Tage erfolgen. (pth)

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