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15.01.2015

Talentierte Wissenschaftler und fleißige Dozenten

Mit Forschungs- und Lehrboni sind gestern Nachwuchswissenschaftler und Dozenten an der Uni ausgezeichnet worden.
Bild: Andreas Brücken

Universität Ulm vergibt Forschungs- und Lehrboni. Mitentschieden haben die Studierenden

Besonders talentierte Nachwuchsforscher und engagierte Dozenten sind am Mittwochvormittag mit Forschungs- und Lehrboni ausgezeichnet worden. Veranstaltungsort der feierlichen Übergabe, die erstmals im Januar und nicht in der Adventszeit stattfand, war die Villa Eberhardt.

Forschungsboni, dotiert mit je 10000 Euro, sollen Nachwuchswissenschaftlern als Starthilfe für eigene Forschungsanträge dienen. Das Preisgeld wird je zur Hälfte von der Universität und der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) finanziert. Dementsprechend übergaben der Vizepräsident für Forschung sowie UUG-Geschäftsführer Dietrich Engmann die Urkunden an Dr. Yuzhou Wu und Dr. Pietro Silvi. Yuzhou Wu ist für ihre Forschung besonders weit gereist: Die gebürtige Chinesin hat Chemie an der National University of Singapore studiert und ist dann ihrer Doktormutter, Professorin Tanja Weil, an die Uni Ulm gefolgt. Das Spezialgebiet der 29-Jährigen am Institut für Organische Chemie III: die Herstellung und Anwendung von passgenauen Biomaterialien für die „In vivo“-Sensorik und den gezielten Transport von Wirkstoffen – etwa von Arzneistoffen zur Zelle.

Im Alter von 31 Jahren hat Pietro Silvi bereits zum besseren Verständnis des Übergangs von klassischen zu quantenmechanischen Phänomenen beigetragen. Durch Computersimulationen sogenannter Eichgittertheorien beschreitet der Physiker am Institut für komplexe Quantensysteme zudem neue Wege in der Hochenergiephysik. Dafür erhält der Italiener den zweiten Forschungsbonus der Uni Ulm.

„Die Lehrboni sollen Kollegen dabei unterstützen, weiter an ihren akademischen Karrieren zu arbeiten“, sagte Professor Ulrich Stadtmüller. Der Vizepräsident für Lehre und Internationales wies zudem auf aktuelle Herausforderungen an den Universitäten hin – etwa immer mehr Studienanfänger mit völlig unterschiedlichen Vorkenntnissen. Studierende der vier Fakultäten hatten ihre besten Dozenten für Lehrboni, dotiert mit 2000 Euro, vorgeschlagen. Für die erfolgreiche Einführung einer neuen Prüfungsform in der Inneren Medizin wurden Dr. Marc Hänle und Dr. Eva Liebhardt (Innere Medizin I) geehrt. Den Lehrbonus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik erhielt Dr. Alexander Raschke vom Institut für Programmiermethodik und Compilerbau, der sich vor allem um den Studiengang Software Engineering verdient gemacht hat. Einen umfassenden Überblick über ihr Fachgebiet sowie eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis bescheinigten angehende Ökonomen Dr. Nicole Ratzinger-Sakel (Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung). Den Lehrbonus der Naturwissenschaftler bekam Professor Marco Tschapka vom Institut für experimentelle Ökologie. Gelobt wird unter anderem das Modul „Spezielle Tropenökologie“, das Tschapka vor Ort in Costa Rica anbietet. Potentielle Preisträger von morgen erhielten Zertifikate der Hochschuldidaktik. Mindestens 200 Arbeitseinheiten in ihre Lehrkompetenz investiert haben Dr. Isabel Boege, Dr. Anita Hausen und Lena Tepohl von der Medizinischen Fakultät. Dazu kommen Dr. Jens Maßberg und Michaela Eskin-Hämmerle (Mathematik und Wirtschaftswissenschaften) sowie die Naturwissenschaftlerin Dr. Sandra Lang und der Psychologe Dr. Florian Schmitz. (az)

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