Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Taverne, Umfahrung und Krankheitsfälle

Fasching I

16.02.2015

Taverne, Umfahrung und Krankheitsfälle

Das vergangene Jahr hatte für die närrischen Beiträge viel zu bieten: Der Volksentscheid über die Nordostumfahrung, Kindergartenbaustelle oder der Abriss der Taverne waren nur einige Themen, die von den Narren aufgegriffen wurden und beim Umzug durch Pfaffenhofen für Heiterkeit sorgten.

Umzug durch Pfaffenhofen mit vielen Themen rund um die Lokalpolitik

Als hätten sich die Verantwortlichen in der Marktgemeinde für die Narren im Fasching die Themen im vergangenen Jahr ausgedacht. Denn fast unerschöpflich für die Kreativität der Teinehmer waren Ereignisse rund um die Perle im Rothtal.

In Anspielung auf das Bürgerbegehren um die Nordostumfahrung brachten die Mitglieder des „Pfaffenhofener Bänkle“ ihre Meinung auf den Punkt: „Viele Köche verderben den Brei“, haben sie auf ihren Wagen geschrieben. Und als Seitenhieb auf den Haupt-Initiator um die Bemerkung „Da hilft auch kein Bio-Gemüse“ ergänzt.

Die Faschingsfreunde Biberg nehmen die Vorschriften des Ordnungsamtes aufs Korn: „Vorschrift hin, Vorschrift her, zum Lachen händ’ mir gar nix mehr“, steht da neben einem Kinderkarussell, das sich auf dem Schauwagen dreht. Doch durch ein massives Metallgitter gesichert und unter den wachsamen Augen eines Beamten, der als Puppe daneben steht. Die Narren haben sich für ihn das Lachen aufs Gesicht geschminkt, als wollten sie damit dem Behördenvertreter die Zähne zeigen.

Die „Turnerclique“ aus Diepertshofen vermisst offensichtlich noch immer die Fußgängerbrücke über die Roth. In stilvollen venezianischen Gewändern ziehen sie eine Gondel mit dem Reim „Unsere Gondel aus Venedig fährt über die Roth, denn der Zapfensteg ist immer noch tot“.

Weniger tiefsinnig dagegen ist der Beitrag des Narrenhaufen. Sie sind überzeugt, mit ihrer überdimensionalen Bierkiste „die Nummer eins im Markt“ zu sein. An nur einem Tag haben die Mitglieder den Wagen nur für den Umzug durch Pfaffenhofen gebaut.

Von der Erkältungswelle schwer getroffen sind die drei Damen im farbenfrohen Regenbogenkostüm. Denn eigentlich wollten sie für den Narrenhaufen zu sechst mitlaufen. Doch offensichtlich trübt die Dezimierung nicht die Stimmung des fröhlichen Trios.

Als „Einzelgänger“ bezeichnet sich ein Teilnehmer, der sich selbst zum Denkmal erklärt hat. Als Geist der Taverne gesteht er auf seinem Schild: „Ich bin der Taverne entlaufen, jetzt kann man sie kaufen.“

Zufrieden ist zu guter Letzt Anni Mauder. Sie zieht als Mafiosi mit Spendendose durch die dichten Reihen der Zuschauer und sammelt Geld für den Vereinsring Pfaffenhofen, dem Veranstalter des närrischen Treibens. Mit dem Erlös ist sie durchaus zufrieden: „Vom Kupfergeld bis zum Papier war alles dabei.“

uns im Internet

Weitere Bilder vom Umzug

www.nuz.de/bilder

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren