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Teatro Caprile
27.09.2014

Beklemmender Blick auf eine zynische Epoche

Das Teatro Caprile zeigt das Stück „1914 – Die ersten Tage des Krieges, die letzten Tage der Menschheit“.
Foto: Arnold

Ensemble überzeugt im Donauschwäbischen Zentralmuseum mit Stück über den Ersten Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg war der wahre Sündenfall. Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte wurde so seriell getötet, nie zuvor kochte der Hass so hoch. Der Erste Weltkrieg als Urphänomen folgender Katastrophen ist ein bis heute schockierender Wendepunkt in der Geschichte Europas. Die Verarbeitung durch Kunst und Literatur erfolgte vielfältig. Wenigen gelang allerdings eine so klare und gültige Sichtung der Ereignisse von 1914 bis 1918 wie Karl Kraus, der in seinem epischen Werk „Die letzten Tage der Menschheit“ aus Zitaten, Quellen und Tagebuchauszügen ein Kaleidoskop jener persönlichen Unzulänglichkeiten, staatstragenden Eitelkeiten und schattenhaften Wirtschaftsinteressen formte, die den Ersten Weltkrieg überhaupt möglich machten. Als unaufführbar galt dieses Werk von Karl Kraus, sperrig, unangenehm. Das Wiener „Teatro Caprile“ wagte eine theatrale, tänzerische und performative Annäherung an dieses sperrige Werk. Unangenehm bleibt dieser Themenkomplex auch in der von Andreas Kosek eingerichteten Theateraufführung. Gut so. Katharina Grabher, Sandra Högl, Andreas Kosek und Christian Schiesser bilden Kraus’ collageartige, dabei ungemein intensive Materialsammlung ab – atemlos, vielschichtig, oftmals beklemmend. Man entkommt der Brisanz, die sich auch in heutigem Kriegsgeschehen spiegelt, nicht.

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