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Inszenierung

26.02.2015

Theater süß-sauer im Großen Haus

Am Theater Ulm ist heute um 20 Uhr die Premiere von „Der Goldene Drache“. Die Ulmer Inszenierung stammt von Oliver Haffner.

Heute Premiere von „Der Goldene Drache“

Im China-Vietnam-Thai-Restaurant „Der Goldene Drache“ prallen Welten aufeinander – am Tisch Nummer 11 warten zwei Stewardessen nach ihrem Langstreckenflug auf Nummer 6 (Thaisuppe mit Huhn) und Nummer 25 (gebratene Nudeln), während hinten in der winzigen Küche einem Chinesen ein kaputter Zahn mit der Rohrzange gezogen wird.

Er ist illegal eingewandert, da ist der Weg zum Zahnarzt noch weiter als der Weg von China nach Deutschland. Und nebenan im Lebensmittelladen wird eine Grille von Ameisen zur Prostitution gezwungen. Es geht um Insekten und Asiaten in Roland Schimmelpfennigs Stück „Der Goldene Drache“, das heute Abend um 20 Uhr im Großen Haus des Theaters Ulm Premiere hat.

In bitterkomischen, filmartig geschnittenen Szenen skizziert das 2009 am Wiener Burgtheater vom Autor selbst aufgeführte Stück eine Nacht der gescheiterten Träume und reißt dabei Themen wie Globalisierung, Ausbeutung und illegale Einwanderung an.

Schimmelpfennig, geboren 1967, ist der derzeit meistgespielte Gegenwartsautor auf deutschen Bühnen. Für „Der Goldene Drache“ erhielt er 2010 den Mülheimer Dramatikerpreis.

Die Ulmer Inszenierung stammt von Oliver Haffner, der auch bei der gedrehten Kinokomödie „Ein Geschenk der Götter“ Regie führte. In der vergangenen Spielzeit inszenierte er im Ulm „In der Ebene“. Die Bühne gestaltete Britta Lammers. Es spielen Christian Streit, Christel Mayr, Aglaja Stadelmann, Maximilian Wigger-Suttner und Fabian Gröver. (az)

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