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Landkreis Neu-Ulm

19.11.2020

Thorsten Freudenberger mit Corona infiziert: Wie geht es dem Landrat?

Normalerweise tritt Landrat Thorsten Freudenberger als Corona-Krisenmanager auf. Jetzt ist er selbst infiziert.
Bild: Alexander Kaya

Plus Seit er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, befindet sich Landrat Thorsten Freudenberger in Quarantäne. Wie geht es ihm?

Zunächst war es nur eine Erkältung, an der Landrat Thorsten Freudenberger ( CSU) bereits seit einiger Zeit laborierte, doch dann wurde es schlimmer: Er hatte sich das Coronavirus eingefangen. Wie geht es dem Landrat in der Quarantäne?

Die Stimme klingt im Telefongespräch mit unserer Redaktion noch etwas angegriffen, als Freudenberger am Telefon sagt: „Ich bin zufrieden, es ist so weit alles in Ordnung.“ Nach einer Wanderung am Wochenende hatte er am nächsten Tag Fieber bekommen und sich testen lassen. Das Ergebnis war positiv. Der Landrat, der seit Monaten mit dem Management der Pandemie und ihrer Folgen beschäftigt war, musste sich nun selbst der Prozedur unterziehen, die jeder Infizierte über sich ergehen lassen muss.

Wo hat sich Landrat Thorsten Freudenberger mit Corona infiziert?

„Es kann ja jeden treffen, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht – aber man wünscht es sich nicht“, sagt Freudenberger, „wenn man dann persönlich positiv getestet wird, ist man doch überrascht.“ Wo er sich infiziert hat, kann er nicht sagen, das lasse sich nicht mehr rausfinden. Sicherheitshalber wurden einige mögliche Kontaktpersonen vorsorglich in Quarantäne geschickt, es handle sich um eine Zahl „im einstelligen Bereich“.

Neu-Ulmer Landrat sitzt im Corona-Homeoffice

Als der positive Befund vorlag, sei er behandelt worden wie jeder andere Fall: „Ich habe die gleichen Angaben machen müssen und die gleichen Gespräche geführt wie jeder positiv Getestete.“ Dabei habe er feststellen können, dass der öffentliche Gesundheitsdienst des Landkreises gut gearbeitet habe, das habe er nun mal selbst testen können. Allerdings, und das sagt der Landrat schon seit einiger Zeit, arbeite das Gesundheitsamt im Tagesgeschäft am Limit. Jetzt sitzt Freudenberger zu Hause und macht das, was momentan so viele Menschen machen müssen: Er arbeitet im Homeoffice, führt viele Telefonate und nimmt an Videokonferenzen teil. Weil er es gewöhnt sei, auch daheim zu arbeiten, sei er entsprechend ausgestattet. Da ihm das Virus dem Anschein nach nicht so sehr zusetzt, hofft Freudenberger, möglicherweise in der nächsten Woche wieder im Landratsamt sitzen zu können. Allerdings hänge das vom Verlauf seiner Erkrankung ab.

Corona-Fälle: Die Zahl steigt im Landkreis Neu-Ulm an

Was die Infektions-Ausbreitung im Landkreis betrifft, so ist die Sieben-Tage-Inzidenz seit dem Vortag deutlich angestiegen. Sie liegt bei 192,35. Damit gehört der Kreis weiterhin zu den tiefroten Gebieten auf der Deutschland-Karte des Robert-Koch-Instituts. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle ist im Vergleich zum Vortag um 56 gestiegen. Neu in Quarantäne musste eine Klasse in Neu-Ulm sowie eine weitere in Vöhringen.

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