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Ulm

25.11.2019

Trabende Araber und fliegende Ukrainer beim Weihnachtscircus

Yevgen Didyk und seine Athleten aus der Ukraine werden an der doppelten russischen Schaukel halsbrecherische Flugeinlagen zeigen.
Foto: Ulmer Weihnachtscircus

Ab 20. Dezember sind in Ulm Akrobatik, Tierdressur und Nervenkitzel geboten. Ein Höhepunkt sind halsbrecherische Stunts an russischen Schaukeln.

Die Ulmer Zirkus-Welt ist derzeit in aller Munde. Erst vor wenigen Wochen hatte die Stadt verboten, dass Wildtiere auf dem Festplatz auftreten dürfen. Circus Krone klagte dagegen – mit Erfolg. Im kommenden Jahr könnten wohl wieder Elefanten und Löwen in der Friedrichsau zu sehen sein. Dass es auch ohne wilde Bestien geht, zeigt der „Ulmer Weihnachtscircus“. Der tritt schon seit 2016 ohne Wildtiere auf. So auch in diesem Jahr. Stattdessen ist ab 20. Dezember eine Menge Akrobatik und Nervenkitzel in der Friedrichsau geboten.

Zirkusdirektor Veno Mendes stammt aus einer alt eingesessenen Zirkusfamilie: 1612 begannen die Vorfahren der Familie Mendes als Hochseilartisten auf Jahrmärkten und mittelalterlichen Marktplätzen.
Foto: Ulmer Weihnachtscircus

„Das Wildverbot tangiert uns nicht“, sagt Matthias Bergstaedt. Der Zirkus habe einen langjährigen Pachtvertrag mit der Ulm-Messe unterschrieben, der ausdrücklich den Verzicht auf Wildtiere vorschreibe. „Daran halten wir uns. Auch bei der zwölften Auflage kommt alles aus dem Haustiersektor“, betont der Programmdirektor. Auch ohne wilde Tiere habe der „Ulmer Weihnachtscircus“ ein internationales Spitzenprogramm auf die Beine gestellt, so Bergstaedt. Aus fünf Nationen kommen die Künstler. Als „spektakulär“ bezeichnet er den Höhepunkt des bunt gemischten Programms, nennt es gar eine „Sensation“. Yevgen Didyk und seinen Athleten vom ukrainischen Staatszirkus werden an der doppelten russischen Schaukel halsbrecherische Flugeinlagen zeigen. Ebenfalls aus der Ukraine kommen „The Junglers“, die unter anderem mit ihren Füßen jonglieren und das Staatsorchester, das die Vorstellungen mit Livemusik begleitet.

Ulmer Weihnachtscircus: Premiere am 20. Dezember 2019

Mit Superlativen spart Bergstaedt, der auch als Conférencier auftreten wird, selten. Spektakulär seien nicht nur die Künstler aus der Ukraine. Auch auf das Trio „Black Diamonds“ aus Äthopien ist er besonders stolz. „Die Artistinnen sind zur Zeit die Überflieger im Akrobatik-Bereich. Wir lassen sie direkt aus Afrika einfliegen“, sagt der Programmdirektor. Das Trio ist mit seinen erstaunlichen Körperpyramiden international erfolgreich, wurde etwa beim Circus Festival in Moskau mit Gold ausgezeichnet.

Neben den Artisten aus der Ukraine und Afrika kommen auch weitere internationale Manegenprofis in die Au: Die Russin Tamara Khurchudova wirbelt farbenfrohe Tücher mit ihren Füßen durch die Luft und die spanischen Clowns Sarita und Kim Leon bringen Humor und südländisches Temperament nach Ulm. Zirkusdirektor Veno Mendes lässt Araberpferde ihre Runden drehen und Igens Bergziegen zeigen ihre Kletterkünste.

Ulm: Der Weihnachtscircus hat ein großes Stammpublikum

Rund zwei Stunden soll das Programm dauern, zwischendrin gibt es eine Pause. Die richtigen Darsteller für den „Ulmer Weihnachtscircus“ zu finden, wird von Jahr zu Jahr schwieriger, sagt Bergstaedt. Die Weihnachtszeit sei in vielen Städten, vor allem in Deutschland und Frankreich, Zirkuszeit. „Wir haben uns aber mittlerweile einen Namen gemacht.“ In Ulm gebe es ein „unglaubliches Stammpublikum“, das 1200 Menschen fassende Zelt sei bisher fast immer voll gewesen.

Der Aufbau dieses Zeltes beginnt bereits am Sonntag, 1. Dezember. Nach der Premiere am 20. Dezember um 19.30 Uhr gibt es bis Montag, 6. Januar, täglich zwei Vorstellungen, immer um 15.30 und um 19.30 Uhr, dazu eine Tierschau um 10 und um 14 Uhr. Nur am 1. Januar und an Heiligabend legt der Zirkus eine Vorstellungspause ein. Am Heiligabend wird zuerst um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Zelt gefeiert, danach ist bis 16 Uhr Tag der offenen Tür.

Karten für alle Vorstellungen gibt es im Service-Center Neue Mitte, unter ulmer-weihnachtscircus.de und ab 1. Dezember täglich ab 10 Uhr direkt vor Ort in der Friedrichsau.

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