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23.06.2015

Trauer um Martin Krampen

Martin Krampen

Früherer HfG-Dozent wurde 87 Jahre alt

Die Region hat einen einflussreichen Künstler und Lehrer verloren: Vergangene Woche starb Martin Krampen im Alter von 87 Jahren. Mit Krampen ging einer der letzten lebenden Dozenten der 1968 geschlossenen Hochschule für Gestaltung. Bis zu seinem Tod lebte der gebürtige Siegener in einem der Dozentenhäuser auf dem Kuhberg.

Nach Ulm kam er nach einem Studium der Theologie, Psychologie und Kunstgeschichte in Tübingen und Heidelberg sowie einem Studium der Malerei in Florenz. 1953 absolvierte er ein Praktikum bei Otl Aicher, anschließend studierte er Visuelle Kommunikation an der HfG. Wichtige Lehrer Krampens waren – neben Aicher – Josef Albers, Max Bill, Tomás Maldonado und Friedrich Vordemberge-Gildewart. Nach seinem Diplom 1957 ging er zur Promotion an die Michigan State University (USA), bevor er als Dozent nach Ulm zurückkehrte. Danach lehrte Krampen an der HfG Schwäbisch Gmünd, als Professor in Göttingen und an der Hochschule der Künste Berlin.

Daneben war Krampen stets auch als Künstler aktiv. In den vergangenen Jahren beschäftigte er sich vor allem mit sogenannten Decollagen – Bildern aus mehreren Schichten Papier, die durch Herausreißen von einzelnen Fetzen entstehen. In der Region und darüber hinaus bestritt Krampen zahlreiche Ausstellungen, zuletzt unter anderem im BBK-Künstlerhaus. (az)

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