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Ulm

30.12.2020

Über 50 Verstöße gegen Corona-Regeln: Ulmer Polizei will auch an Silvester kontrollieren

Die Polizei hat die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert.
Bild: Kaya

Draußen trotz Ausgangssperre, keine Maske trotz Maskenpflicht: An zwei Tagen hat die Ulmer Polizei die Regeln der Corona-Verordnung kontrolliert - mit diesem Ergebnis.

Mehrere Anzeigen musste die Polizei am Dienstag und Mittwoch im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm fertigen. Dazu zählen neben der Stadt Ulm auch die Kreise Alb-Donau, Biberach, Heidenheim und Göppingen.

Den ganzen Tag überwachte die Polizei in der Region, ob sich die Menschen an die Vorschriften der Corona-Verordnung hielten. Dabei mussten die Beamten präsidiumsweit mehr als 50 Verstöße feststellen, von denen einige zur Anzeige gebracht wurden - unter anderem gegen Menschen, die nach 20 Uhr zum Zigaretten- oder Essenholen unterwegs waren.

Im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm verstießen nach Polizeiangaben elf Menschen gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen und sechs weitere gegen die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Polizei musste nach eigenen Angaben mehrere Bürger auffordern, die Örtlichkeit zu verlassen, weil sie bei ihren Ansammlungen die zulässige Personenzahl überschritten hatten. Die Polizei fertigte auch Anzeigen, weil die Betroffenen während der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs waren. Zwei weitere Menschen wurden in Ulm angezeigt, weil sie in einer Gruppe zusammenstanden, deren zulässige Personenzahl überschritten war.

Im Landkreis Biberach verstießen fünf Menschen gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, zwei gegen die Maskenpflicht und zwei weitere Personen konsumierten Alkohol im öffentlichen Raum. Vier Personen wurden angezeigt, weil sie sich in Bad Schussenried nach 20 Uhr in der Öffentlichkeit aufhielten. Zwei von ihnen konsumierten darüber hinaus Alkohol. Sie hatten sich von der Polizei nicht belehren lassen.

Im Landkreis Heidenheim verstießen acht Menschen gegen die Pflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum zu tragen. Außerdem stellte die Polizei eine Gruppe von Personen fest, die die maximale Anzahl derer überschritten hatte, die sich in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Bis auf zwei Personen ließen sich alle von der Polizei belehren.

Im Landkreis Göppingen musste die Polizei zwölf Menschen feststellen, die gegen die Maskentragepflicht verstießen und fünf weitere, die ohne triftigen Grund zwischen 20 und 5 Uhr unterwegs waren. Außerdem musste die Polizei mehrere Menschen beanstanden, weil sie sich mit mehr Personen getroffen hatten, als dies zulässig ist. Die Polizei musste im Landkreis Göppingen sechs Anzeigen fertigen. Unter anderem deshalb, weil die Menschen nach 20 Uhr zum Zigaretten oder Essen holen unterwegs waren, was kein triftiger Grund ist, um nach 20 Uhr in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein.

Polizei Ulm will die Menschen überzeugen und sensibilisieren

Der Polizei gehe es nach eigenen Angaben bei den Kontrollen nicht darum, Verstöße anzuzeigen. In erster Linie sei es die Absicht der Polizei, die Menschen zu überzeugen und zu sensibilisieren, heißt es. Sie gehe deshalb mit Augenmaß vor und sorge gemeinsam mit den Ordnungsbehörden dafür, dass die Regeln eingehalten werden.

Dabei würden die Beamten zunächst an die Vernunft der Bürger appellieren. Denn die Verstöße seien keine Bagatelldelikte, so die Polizei. Vielmehr seien die Regelungen zwingend erforderlich, um Menschenleben und die Gesundheit zu schützen.

Bußgeld bis zu 250 Euro für Verstoß gegen Corona-Regeln

"Jeder Einzelne kann und soll seinen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie leisten", heißt es in der Mitteilung der Polizei. Wer sich aber auch von der Polizei nicht belehren lasse und die Regeln weiterhin missachte, müsse mit einer Anzeige rechnen. In solchen Fällen könne dann ein Bußgeld von bis zu 250 Euro verhängt werden.

Die Ulmer Polizei weist darauf hin, dass auch in der bevorstehenden Silvesternacht die landesweiten Ausgangsbeschränkungen gelten. Damit verbunden sei auch ein Verbot von Ansammlungen sowie ein Alkohol- und Böllerverbot im öffentlichen Raum. Nachts dürfe das Haus nur mit triftigem Grund verlassen werden - zum Beispiel, wenn man dringend einen Arzt aufsuchen muss. Die Rückreise von einer Silvesterfeier gilt nicht als solcher Grund. Übernachten bei Privatpersonen ist aber möglich. (az)

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