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Neu-Ulmer

02.12.2019

Über 9000 Mitglieder: Alpenverein Neu-Ulm hat viel zu feiern

Das 9000. Mitglied, das in diesem Jahr bei der Sektion Neu-Ulm des Deutschen Alpenvereins begrüßt wurde, ist nicht nur eine Person, sondern die fünfköpfige Familie Jüttler. Rechts der Neu-Ulmer Vorsitzende Dieter Danks, links Geschäftsführer Moritz Kaltenbacher, der dieses Jahr sein Amt antrat.
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Das 9000. Mitglied, das in diesem Jahr bei der Sektion Neu-Ulm des Deutschen Alpenvereins begrüßt wurde, ist nicht nur eine Person, sondern die fünfköpfige Familie Jüttler. Rechts der Neu-Ulmer Vorsitzende Dieter Danks, links Geschäftsführer Moritz Kaltenbacher, der dieses Jahr sein Amt antrat.
Bild: Stefan Kümmritz

Hinter der DAV-Sektion Neu-Ulm liegt ein ganz besonderes Jahr: Neben vielen sportlichen Erfolgen und zwei Jubiläen trat das 9000. Mitglied bei.

Das Jahr 2019 wird bei der Sektion Neu-Ulm des Deutschen Alpenvereins (DAV) in die Annalen eingehen, denn wie ihr Vorsitzender Dieter Danks am Sonntagvormittag bei der festlichen, von Klängen der Pianistin Sonja Ehret begleiteten Jubilar- und Sportlerehrung des Vereins im Edwin-Scharff-Haus betonte: „Es war ein ganz besonderes Jahr.“

Besonders war einiges: So überstieg die Mitgliederzahl die 9000er-Grenze und liegt jetzt schon bei rund 9100. Das in diesem Jahr begrüßte 9000. Mitglied besteht allerdings aus fünf Personen: die Familie Keller. Im März 2019 wurde mit Moritz Kaltenbacher zudem erstmals in der Vereinsgeschichte ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt. Beschlossen wurde das generelle Ende der Kooperation mit der Sektion Ulm. Im Sommer wurde ein monatlich erscheinender digitaler Newsletter geschaffen. Marina und Chris Keller bestiegen am 26. September nach langer Vorbereitung die 8163 hohe Spitze des Manaslu in Nepal (wir berichteten). Ein kurzer Film zeigte bei der Veranstaltung eindrucksvolle Bilder von diesem Abenteuer in Schnee und Eis. Vorsitzender Danks berichtete im Rahmen seiner Glückwünsche an das junge Ehepaar: „Mit über 30 erfolgreichen 8000er-Besteigungen durch Mitglieder der DAV-Sektion Neu-Ulm nehmen wir in diesem Bereich einen Spitzenplatz in der Welt ein.“

Schließlich wurde dieses Jahr 150 Jahre Stadtrecht Neu-Ulm gefeiert, wobei der Verein mit dem Klettercup in eigener Halle „einen sportlichen Akzent“ im Rahmen der Festlichkeiten setzte, wie Danks feststellte. Nicht zuletzt feierte auch der gesamte Deutsche Alpenverein (DAV) sein 150-jähriges Bestehen. Bei der Feier in München wurde das Thema Klimaschutz nach Bericht des Neu-Ulmer Vorsitzenden in den Mittelpunkt gerückt.

Über 9000 Mitglieder: Alpenverein Neu-Ulm hat viel zu feiern

DAV Sektion Neu-Ulm hat mittlerweile über 9000 Mitglieder

Besonders erfolgreich waren dieses Jahr wieder einmal die alpinen Inline-Sportler. Neben zwei jungen Nachwuchsfahrern, die erste kleine Erfolge erzielten, wurden mit Ann-Krystina Wanzke, Marina Seitz, Manuel Zörlein, Sebastian Schwab, Luca Seeberger und Marinus Maurer sechs Slalomfahrer aus der Aktivenklasse geehrt. Herausragende Leistungen lieferten insbesondere Ann-Krystina Wanzke und Manuel Zörlein ab: Wanzke siegte beim Slalom im Gesamtweltcup der Damen, wurde Europameisterin und holte mit dem deutschen Team die Mannschaftsweltmeisterschaft. Zörlein wurde Weltmeister im Parallelslalom, kam beim Gesamtweltcup auf Rang zwei und wurde deutscher Slalommeister. Die beiden Ausnahmefahrer wurden zu den Sportlern des Jahres im DAV Neu-Ulm gekürt. Beide gehören seit etwa zehn Jahren zur absoluten Weltspitze. Großen Anteil an den Erfolgen der Alpinen hat ihr Trainer Walter Wölfle.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden insgesamt 149 Mitglieder geehrt. Karl Schnetzer gehört der der 1901 gegründeten Sektion Neu-Ulm seit nunmehr 70 Jahren an. Zudem es wurden zwei verdienstvolle Mitglieder verabschiedet: Zum einen das langjährige Vorstandsmitglied Gerhard Haußmann, der unter anderem der Projektleiter für die Neu-Ulmer Kletterwelt war, sowie Rudi Fürst, der zum Beispiel zweimal Vorsitzender und einmal kommissarischer Vorsitzender des Vereins war und dafür sorgte, dass aus den Kamingesprächen die Gründung des Senats erwuchs.

Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg lobt die DAV Sektion Neu-Ulm

Hatte Danks insbesondere über die Geschehnisse im Verein berichtet, so nahm Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg in seiner Rede das Auftreten und die Erfolge der Sektion zum Anlass, den Verein in höchsten Tönen zu loben. „Es ist ein einzigartiger Verein in Neu-Ulm. Der Verein hier leistet Hervorragendes, und zwar in seiner Gesamtheit. Er ist in der Region ein Leuchtturmverein.“

Der Rathauschef berichtete, dass sich der Stadtrat vor ein paar Tagen trotz erheblicher Einbuße bei den Gewerbesteuereinnahmen dafür ausgesprochen hat, nicht an der Sportförderung zu sparen. Der OB schloss seine Rede mit den Worten: „Ich bin stolz auf die Sektion Neu-Ulm.“

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